Wissenschaftler begannen mit der Errichtung von Rechenzentren, die Biokomputer auf Basis menschlicher Gehirnzellen nutzen.
Biokomputer von Cortical Labs: Von Experimenten zu Rechenzentren
Wissenschaftler suchen seit langem Inspiration in der Natur. Aus diesem Grund entwickelt das Start-up Cortical Labs Biokomputer, die Neuronen, die aus menschlichem Blut gezüchtet wurden, mit Halbleiterchips verbinden. Solche Hybriden können bereits nicht nur klassisches *Pong* spielen, sondern auch Levels von *Doom* durchlaufen. Auf Basis dieser Geräte werden sogar erste Rechenzentren errichtet.
Was sind diese Geräte?
* Hybridprozessor: Computerbefehle werden an die im Labor gezüchteten Gehirnzellen übertragen, und ihre biologischen Reaktionen werden vom Programm interpretiert.
* Energieeffizienz: Im Vergleich zu Supercomputern ist der Stromverbrauch nahezu vernachlässigbar – ein CL1-Modul verbraucht so viel Energie wie ein gewöhnlicher Taschenrechner.
Wo sind Biokomputer bereits im Einsatz?
| Standort | Testplattform | Anzahl Module |
|---|---|---|
| Melbourne (Australien) | Kleines Rechenzentrum | 120 CL1‑Module |
| Singapur | Experimentelle Plattform in Zusammenarbeit mit DayOne Data Centers | bis zu 1000 Module (stufenweise) |
In Singapur wird der Betrieb des zweiten Rechenzentrums vom National University of Singapore überwacht.
Wie entwickelt sich die Technologie?
* Erste Erfolge – das Lernen von *Pong*.
* Neueste Errungenschaften – das Durchspielen von *Doom*.
* Obwohl die Geschwindigkeit eines biologischen Supercomputers noch nicht mit traditionellen Systemen vergleichbar ist, verbessern sich seine Fähigkeiten ständig.
Damit demonstriert Cortical Labs, dass die Kombination aus lebenden Neuronen und digitaler Elektronik die Grundlage für energieeffiziente Rechenzentren der Zukunft bilden kann.
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