Tesla startete eine Kampagne gegen „täuschende“ Methoden zur Aktivierung des Autopiloten in Regionen, in denen dessen Einsatz verboten ist.

Tesla startete eine Kampagne gegen „täuschende“ Methoden zur Aktivierung des Autopiloten in Regionen, in denen dessen Einsatz verboten ist.

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Kurzfassung der Nachricht

Tesla entwickelt seit langem Systeme zur aktiven Fahrassistenz (ADAS), deren Einsatz außerhalb der USA jedoch nicht aus technischen, sondern aus rechtlichen Gründen eingeschränkt ist. Als Reaktion auf Versuche, diese Beschränkungen zu umgehen, hat das Unternehmen begonnen, Drittgeräte aktiv zu blockieren und Garantien für Nutzer dieser Geräte zurückzuziehen.

1. Warum Tesla FSD außerhalb der USA verbietet
- Rechtliches Risiko: Wenn ein Fahrzeug mit aktiviertem Full‑Self Driving (FSD) in einem Land, in dem diese Funktion nicht zugelassen ist, einen Unfall verursacht, liegt die Verantwortung beim Hersteller.
- Technische Lösung: Es existieren „Betrugs­methoden“, die die geografische Sperre umgehen und FSD auch dort aktivieren lassen, wo Tesla es offiziell nicht verkauft.

2. Markt für illegale Geräte
- Der Preis solcher Gadgets beträgt etwa 500 €.
- Sie verbinden sich mit der CAN‑Bus‑Schnittstelle des Fahrzeugs und entfernen die Beschränkung für den Einsatz von FSD.
- Beliebt in Europa, Südkorea, China und der Türkei.

3. Wie Tesla reagiert
1. Spezialisten verbinden sich aus der Ferne mit dem Bordcomputer.
2. Sie erkennen die „Betrugs­methoden“ und setzen das System auf die Basisversion Autopilot zurück.
3. Die FSD‑Sperre wird auch bei bereits bezahlten Nutzern wiederhergestellt.
4. Es werden Briefe versendet, in denen die Garantieansprüche verweigert und ein Cyber‑Threat‑Hinweis ausgesprochen wird.

4. Rechtliche Folgen in Südkorea
- Versuche zur Software‑Modifikation können mit einer Geldstrafe von bis zu 13 200 $ oder einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden.
- FSD ist offiziell nur für importierte Modelle S, X und Cybertruck aus den USA verfügbar.
- Modelle 3 und Y, die aus China geliefert werden, dürfen FSD im Land nicht nutzen.
- Der Käufer kann 6 000 $ für den Zugang zahlen, aber Tesla entscheidet selbst, wann die Funktion aktiviert wird.

5. Beispiel einer „Betrugs­methode“ in den Medien
- Ein amerikanischer Blogger veröffentlicht ein Video ohne Lenkrad, obwohl dies offiziell nicht erlaubt ist.
- Es wird angenommen, dass er eine „Betrugs­methode“ installiert hat, die es ihm ermöglicht, die Hände vom Lenkrad fernzuhalten.
- Elon Musk nutzte diese Aufnahmen zur Demonstration der Möglichkeiten von Tesla.

6. Fazit
Tesla sieht sich weltweit zunehmender regulatorischer Aufmerksamkeit ausgesetzt und möchte keine zusätzliche rechtliche Verantwortung für die Nutzung seiner Funktionen außerhalb zugelassener Regionen übernehmen. Daher blockiert das Unternehmen aktiv Drittlösungen, die geografische Beschränkungen für FSD umgehen.

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