Windows 11 unterstützt jetzt vollständig MIDI 2.0

Windows 11 unterstützt jetzt vollständig MIDI 2.0

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Microsoft führt vollständige Unterstützung von MIDI 2.0 in Windows 11 ein

Microsoft hat die vollständige Integration des MIDI 2.0-Standards auf Betriebssystemebene angekündigt. Ab Windows 11 werden alle neuen Funktionen, die in diesem Standard festgelegt sind, „out of the box“ funktionieren – ohne Installation von Drittanbieter-Treibern und spezieller Software der Gerätehersteller.

Kurze Geschichte des Standards
* 2020 – Veröffentlichung der ursprünglichen Spezifikation UMP (Universal MIDI Packet) und des Protokolls MIDI 2.0.

* 2022–2023 – Weiterentwicklungen und Abstimmung mit Branchenpartnern.

MIDI 2.0 ermöglicht bidirektionale Kommunikation zwischen Geräten, automatische Erkennung und Konfiguration, kontinuierliche Datenübertragungsrate, einen erweiterten Bereich von Controllern (von 0 bis >127), individuelle Steuerung jeder Note, Selbstbeschreibung der Geräte und Trennung des Protokolls von den Übertragungsformaten.

Trotz der Einschränkungen von altem MIDI 1.0 und zugehöriger Plugins für DAW-Programme bleibt der klassische Standard kritisch wichtig in der Musikproduktion. Microsoft betonte, dass die Unterstützung von MIDI 1.0 auch nach vollständiger Einführung des neuen Standards erhalten bleiben wird.

Windows MIDI Services – neuer Stack
In den letzten Jahren hat das Microsoft-Team den mit MIDI verbundenen Code in Windows vollständig neu geschrieben. Jetzt verarbeitet derselbe „Stack“ sowohl den alten als auch den neuen Standard unter dem Namen Windows MIDI Services. Die Schlüsselkomponenten sind bereits in Windows 11 enthalten und werden schrittweise auf laufende Maschinen verteilt.

Was ist neu für Musiker
FunktionWie es die Arbeit verändertMehrklient-PortsEin Port (oder Gerät) kann gleichzeitig mehrere Anwendungen bedienen. Das funktioniert sowohl für MIDI 1.0 als auch für MIDI 2.0-Endpunkte, unabhängig vom Treiber oder API.PortumbenennungPorts können eigene Namen erhalten und auch Namen nutzen, die von der aktuellen Hardware übertragen werden. Das hilft, Verwirrung in Projekten zu vermeiden.MIDI-Einstellungen (zukünftige App)Geplant ist „MIDI Settings“ – wo neben der Umbenennung Metadaten wie Bilder, Beschreibungen usw. hinzugefügt werden können.Binärschnittstelle beseitigenMicrosoft erklärt die Unterschiede zwischen klassischem WinMM und dem neuen WinRT‑Interface für MIDI.Virtuelle Loopback-PortsAuf allen Hauptarchitekturen sind virtuelle Ports verfügbar, die den Datenaustausch zwischen Anwendungen ermöglichen. Sie arbeiten auf MIDI 2.0-Ebene, aber wenn sie an alte Software angeschlossen werden, übertragen sie Daten im 1.0-Format (für vollständige Kompatibilität).Präzise SynchronisationDas System unterstützt ein- und ausgehende Nachrichtensynchronisation mit einer Genauigkeit von einer Mikrosekunde (1 µs). Ausgehende Nachrichten können nach Zeitstempel geplant werden.

Was bleibt vom Alten
* Treiber usbaudio.sys – erhalten, aber kleinere Fehler behoben.

* Altes WinMM‑Interface – weiterhin funktionsfähig und kompatibel mit neuen Funktionen.

Wenn die Verbindung zu Programmen hergestellt wird, die nur MIDI 1.0 unterstützen, senkt das System die Daten automatisch auf das alte Format, um vollständige Kompatibilität sicherzustellen.

Fazit
Windows 11 ist jetzt vollständig bereit für den Betrieb sowohl älterer als auch neuer MIDI-Geräte. Das macht das Betriebssystem noch attraktiver für professionelle Musiker und Produktionsstudios, indem es die Bequemlichkeit klassischer Lösungen mit den Möglichkeiten des neuen Standards kombiniert.

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