Waymo wird die Batterien der Robotaxi-Fahrzeuge in eine zweite Nutzungsphase überführen und sie als Energiespeicher nutzen.
Waymo startet ein Programm zur Wiederverwendung von Batterien aus seinen Robotaxis
Das Unternehmen Waymo, Teil von Alphabet, kündigte ein neues Projekt zur Aufarbeitung von Batterien an, die in seinen elektrischen Roboter-Taxis abgenutzt werden. Anstatt alte Akkus einfach zu entsorgen, sollen sie in stationäre Energiespeicher für Stromnetze umgewandelt werden.
Der Schlüsselpartner – B2U Storage Solutions
B2U Storage Solutions ist auf Energiespeichersysteme aus gebrauchten Elektrofahrzeugbatterien spezialisiert. Im Rahmen der Zusammenarbeit nimmt das Unternehmen abgenutzte Module, prüft ihren Zustand und platziert Dutzende solcher Akkus in großen Schrank-Containern mit einer Höhe von etwa 3 m.
Wie die neuen Speicher funktionieren
Jeder Schrank fungiert als einzelne Energiereinheit:
* Wird geladen, wenn im Netz viel günstiger Solar‑ oder Windstrom vorhanden ist.
* Gibt Strom ab, wenn die Nachfrage Spitzen erreicht.
Nach Angaben von B2U kann ein solcher Schrank einem durchschnittlichen Haushalt bis zu drei Monate lang Energie liefern.
Warum Waymo-Batterien wiederverwendet werden müssen
Die Robotaxis des Unternehmens arbeiten nahezu ununterbrochen und führen ständig Aufträge aus. In einer Woche absolvieren sie etwa 500 000 Fahrten, was zum schnellen Verschleiß der Batterien führt – ihre Kapazität nimmt allmählich ab. Anstatt die Akkus nach Verlust eines Teils ihrer Kapazität zu entsorgen, entscheidet sich Waymo dafür, sie bis zur vollständigen Entsorgung weiterzuverwenden und so die Rentabilität der investierten Mittel zu maximieren.
Wirtschaftlicher Effekt
B2U behauptet, dass die Wiederverwendung einer Batterie Einnahmen von 8 000 bis 10 000 USD durch den Verkauf von Strom generieren kann. Ihre Technologie EV Pack Storage ermöglicht es, ganze Module ohne Zerlegung in einzelne Zellen und anschließende teure Montage zu nutzen.
Zusätzliche Vorteile
Die Waymo-Robotaxis nutzen selbst die Energie aus abgenutzten Batterien in Spitzenzeiten, wenn sie von lokalen Stromnetzen geladen werden. Dies ist Teil der Unternehmensstrategie zur Unterstützung von Gemeinschaften, denen Dienstleistungen bereitgestellt werden.
Erfahrung von B2U
Das Unternehmen hat bereits über 4 000 Akkumodule aus Elektrofahrzeugen gesammelt und sein Geschäft mit gebrauchten Nissan Leaf‑Batterien gestartet (erstes Projekt – 2020) nach etwa 2 500 Ladezyklen. Im vergangenen Jahr haben sie ein ähnliches System in Texas aufgebaut, und derzeit entwickeln sie eine vergleichbare Anlage in Kalifornien mit Unterstützung von Waymo.
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