TSMCs chinesische Fabriken bringen den größten Gewinn, während die japanische Niederlassung Verluste schreibt

TSMCs chinesische Fabriken bringen den größten Gewinn, während die japanische Niederlassung Verluste schreibt

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Kurz zu den Ergebnissen von TSMC im vergangenen Jahr

RegionNettogewinn/-verlust (Mio. $)HaupttechnologienSchlüsselaufträgeKumamoto, Japan – 309 (Verlust)3‑nm (geplant)—Nanjing & Shanghai, China+1 24028–16 nm—Arizona, USA+5104‑nmNvidia, Apple, Google, MicrosoftDeutschland (ESMC) – 22 (Verlust)28–12 nm (in Planung 5‑nm)—

Was in Japan passiert ist
TSMC und ihr japanischer Partner haben ein Joint Venture in Kumamoto gegründet, um fortschrittliche 3‑nm-Chips auf den Markt zu bringen. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Fabrik jedoch einen Verlust von 309 Mio. USD, was fast doppelt so hoch war wie im Vorjahr. Derzeit bringt die Produktion keinen Gewinn und hemmt vorerst die Pläne zur Einführung hochtechnologischer Produkte.

China – „der schwere Großmeister“ TSMC
Die profitabelsten ausländischen Standorte des Unternehmens bleiben die Fabriken in Nanjing und Shanghai. Gemeinsam erzielten sie 1,24 Mio. USD Nettogewinn, indem sie Prozesse von 28 bis 16 nm betrieben – das sind zwar keine Spitzentechnologien mehr, aber die Nachfrage ist hoch und die Ausrüstung hat sich längst amortisiert. In Nanjing werden monatlich etwa 20 000 Siliziumwafer auf den 16‑ und 12‑nm-Linien verarbeitet, in Shanghai bis zu 40 000 – das entspricht ungefähr 3 % des Gesamtvolumens von TSMC.

Erfolg in den USA
Die Fabrik in Arizona produziert bereits 4‑nm-Chips. Im vergangenen Jahr erzielte sie einen Nettogewinn von 510 Mio. USD, obwohl die Vorjahresperiode mit einem kleinen Verlust endete. Der amerikanische Markt liefert 75 % des Umsatzes des Unternehmens, aber ein vollständiger Ersatz der importierten Lieferungen durch lokale Produktion ist noch nicht möglich – TSMC plant, die Belegschaft zu erweitern und im Jahr 2027 die Produktion von 3‑nm-Chips an dem US-Standort einzuführen.

Deutschland: langsamer Start
In Deutschland entwickelt TSMC ein Joint Venture ESMC für die Automobil-Elektronik. In der Automobilindustrie läuft es derzeit nicht besser, sodass der Start der lokalen Produktion verzögert wird. Derzeit hat die Fabrik bereits einen Verlust von 22 Mio. USD vor dem Betriebsbeginn erlitten. Es ist geplant, Chips von 28‑nm bis 12‑nm herzustellen, und bei Aufkommen von Kunden auch 5‑nm sowie „dünnere“ Prozesse. Die Starttermine für 2027 bleiben ungewiss.

Fazit:

Die chinesischen Fabriken bringen weiterhin Gewinn, der US-Standort ist bereits rentabel, aber Japan und Deutschland arbeiten noch mit Verlusten und warten auf Kunden oder technologische Fortschritte. TSMC investiert weiter in die Ausweitung der Produktion von 3‑nm und darüber hinaus weltweit, doch die wirtschaftlichen Ergebnisse bleiben uneinheitlich.

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