TSMC wird den Weg von Intel einschlagen: es hat bereits hochleistungsfähige EUV-Lithografien der NK-EU gekauft, aber die Massenproduktion von Chips mit ihnen ist noch nicht geplant
TSMC – Skeptiker gegenüber High‑NA EUV, experimentiert jedoch
Die Intel Corporation hat aktiv die Anschaffung von hochaperture (High‑NA) EUV-Scannern bei ASML beworben, doch bleibt der taiwanesische Riese TSMC vorsichtig hinsichtlich ihrer Massenanwendung. Das Unternehmen führt jedoch Tests mit dieser Ausrüstung durch.
Auf der jährlichen Hauptversammlung äußerte der Vorstandsvorsitzende von TSMC, C.C. Wei (Si‑Ci Wei), seine Gedanken zur Situation. Selbst Marktführer im Speicherbereich wie Samsung und SK Hynix haben bereits begonnen, High‑NA-Scanner bei ASML zu bestellen, aber TSMC sieht bisher keine Notwendigkeit für deren breiten Einsatz.
> „Wir verfügen über mehrere High‑NA EUV-Systeme, die ausschließlich zu Forschungszwecken eingesetzt werden. In naher Zukunft planen wir nicht, sie in die Massenproduktion einzuführen“, sagte Wei.
> „Sobald die Kosten sinken und wir die Vorteile vollständig nutzen können, werden wir die Ausrüstung einsetzen“, fügte er hinzu.
Ein solches System kostet fast 400 Millionen US-Dollar.
Zukünftige Pläne ohne High‑NA
TSMC beabsichtigt, fortschrittliche Technologieprozesse bis 2029 ohne den Einsatz von High‑NA EUV zu meistern. Laut veröffentlichten Daten plant das Unternehmen bis dahin die Einführung der Technologien A13 und A12, die die lithografischen Standards auf etwa 1 nm bringen werden. Für die Massenproduktion von Chips in diesen Prozessen wird keine High‑NA-Ausrüstung benötigt.
Im Gegensatz dazu könnte Intel bereits im Rahmen des 14A-Prozesses (falls dieser 2027 eingeführt wird) High‑NA einsetzen. Im 18A führte das Unternehmen Laborversuche mit dieser Ausrüstung durch, ging aber nicht zur Massenproduktion über. Nach Angaben von Wei stellt die Konkurrenz durch Intel und Samsung für TSMC derzeit keine Bedrohung dar.
Demografischer Faktor
Auf derselben Versammlung sprach der Unternehmensleiter auch die demografische Situation in Taiwan an. Er wies darauf hin, dass bei den aktuellen Geburtenraten TSMC in Zukunft mit einem Mangel an Ingenieuren und technischen Fachkräften konfrontiert sein wird. Innerhalb des Unternehmens liegt die Geburtenrate fünfmal höher als der Durchschnitt auf der Insel, aber der Personalmangel wird sich im Laufe der Zeit dennoch verstärken.
Si‑Ci Wei prognostizierte keine Verlangsamung des Wachstums der Chipnachfrage, selbst wenn die Kapitalausgaben in diesem Jahr etwa 56 Millionen US-Dollar erreichen und bis zum Höhepunkt steigen. Er ist der Ansicht, dass der Chipherstellermarkt weiter wachsen wird und das Unternehmen darauf vorbereitet sein wird.
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