TSMC ist gezwungen, zusätzlich 100 Milliarden Dollar in die Mikrochipproduktion in den USA zu investieren, gemäß einer Vereinbarung mit der Regierung des Landes und Taiwan.

TSMC ist gezwungen, zusätzlich 100 Milliarden Dollar in die Mikrochipproduktion in den USA zu investieren, gemäß einer Vereinbarung mit der Regierung des Landes und Taiwan.

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Kurzes Resümee

In den letzten Monat haben die USA und Taiwan ein Abkommen unterzeichnet, das verlangt, dass die Insel mindestens 250 Millionen US-Dollar in die US-Wirtschaft investiert. Im Gegenzug erhält Taiwan erhaltene Zolltarife (15 %) und Importvergünstigungen für auf Taiwan hergestellte Chips für amerikanische Unternehmen. Experten schätzen, dass der Großteil der Investitionen direkt an TSMC gehen soll – den größten taiwanesischen Mikrochip-Hersteller.

1. Was beinhaltet das Abkommen
PunktBeschreibungInvestition Taiwans Mindest 250 Mio. USD in die USAZolltarifeBeibehalten bei 15 %ImportvergünstigungenFür amerikanische Firmen, die taiwanesische Chips nutzen
Hauptmerkmal: nahezu alle Geldströme fließen zu TSMC, da das Unternehmen bereits rund 75 % seines Umsatzes in Nordamerika erzielt.

2. Warum wird TSMC im Fokus stehen
* Investitionsausgaben der letzten drei Jahre – mehr als 101 Mio. USD weltweit.
* Nach dem Abkommen muss TSMC einen höheren Betrag in die Lokalisierung der Chipproduktion in den USA investieren.
* Geplante Ausgaben: bis zu 165 Mio. USD, davon bereits 100 Mio. USD von TSMC (laut Wirtschaftsminister Howard Lutnick).
* Die restlichen 65–70 Mio. USD sind Verpflichtungen gegenüber anderen taiwanesischen Unternehmen und Zulieferern.

3. Geplante Investitionen und Infrastruktur
InvestitionWofür ausgegeben wird100 Mio. USD von TSMCNeuer Chipfabrikaufbau in den USA30 Mio. USD für ZuliefererErstellung von Produktionsstandorten bei Partnern20 Mio. USD von Foxconn u. Ä. Ausbau der Präsenz taiwanesischer Firmen in den USA
Baustrategie
* Sechs Siliziumwafer-Verarbeitungswerke, zwei Test/Verpackungswerke, ein Forschungszentrum – bereits geplant.
* Nach Schätzungen von SemiAnalysis werden bis 2032 die ersten sechs Betriebe in Arizona voll funktionsfähig sein und TSMC ermöglichen, Chips ohne Zölle zu importieren.
* Nach 2032 müssen weitere vier Fabriken gebaut werden, um alle Importvergünstigungen abzudecken. Erwartet wird der Baubeginn im Jahr 2035.

Standort
* In Arizona besitzt TSMC bereits zwei Standorte: einer mit voll funktionsfähiger Fabrik, der andere fast fertiggestellt.
* Ein dritter Standort befindet sich noch in der Errichtungsphase.

4. Herausforderungen und Unsicherheiten
1. Das genaue Modell der Lokalisierung der Chipproduktion ist im Abkommen nicht festgelegt; TSMC könnte zusätzliche Anforderungen von den USA erhalten.
2. Politische Sensibilität: Die taiwanesische Frage bleibt ein heißes Thema in den Beziehungen zu China, daher könnten Details des Deals bis zum April-Besuch Trump bei Xi Jinping verborgen bleiben.
3. Unrealistische Erwartungen: Taiwans Beamte und TSMC-Vertreter halten es für zu ambitioniert, bis Ende der zweiten Amtszeit Trumps 40 % der Produktion in die USA zu verlagern.

5. Fazit
* Das Abkommen zwischen den USA und Taiwan schafft erhebliche finanzielle Verpflichtungen für TSMC, eröffnet jedoch gleichzeitig Zugang zu Importvergünstigungen und erhaltenen Zöllen.
* Das Unternehmen plant bereits große Investitionen in Arizona, doch die Umsetzung bleibt unklar aufgrund der politischen Spannungen mit China.
* In den kommenden Jahren wird die Fähigkeit von TSMC, das Fabrikbauprogramm erfolgreich umzusetzen und die erforderliche Produktionsmenge zu erreichen, entscheidend sein.

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