TSMC beschleunigt die Produktion von 3‑nm-Chips in Japan, und die Regierung wird die Subventionen erheblich erhöhen
Kurze Zusammenfassung
Das taiwanesische Unternehmen TSMC plant die Einführung der 3‑nm-Chipproduktion in Japan statt der ursprünglich vorgesehenen 2‑nm-Technologie. Diese Entscheidung ist auf die Unterstützung der japanischen Regierung und die wachsenden Ambitionen zurückzuführen, hochmoderne Fertigung im Land zu lokalisieren.
1. Was ändert sich?
* Übergang von 4‑nm zu 3‑nm
Statt des Plans für 2‑nm-Chips prüft TSMC nun den Start der 3‑nm-Technologie in Japan. Dies könnte der endgültige Schritt sein, sofern keine weiteren Änderungen erfolgen.
* Investitionsmaßstab
Im neuen Finanzjahr (Beginn April) wird die japanische Regierung die Subventionen im Bereich Halbleiter und KI verdoppeln und auf 7,8 Mrd. USD erhöhen.
TSMC plant, bis zu 17 Mrd. USD in seine zweite japanische Anlage zu investieren, wodurch die Gesamtsumme der Investitionen mit der ersten Fabrik auf 22,5 Mrd. USD steigt. Staatliche Subventionen werden 7,9 Mrd. USD betragen.
2. Warum zieht Japan TSMC an?
1. Politische Unterstützung – Premierminister Suga Yoshihide fördert aktiv die Halbleiterindustrie als Schlüssel zur technologischen Unabhängigkeit.
2. Kooperation mit großen Akteuren – Die Anteilseigner der neuen Fabrik, JASM, sind TSMC, Sony und Denso, was finanzielle Stabilität und Zugang zu japanischer Technologie gewährleistet.
3. Was wird in der neuen Anlage produziert?
* Statt des ursprünglichen Plans für 7‑nm/6‑nm-Chips beginnt das Unternehmen sofort mit dem 3‑nm-Prozess.
* Der Zeitplan bleibt unklar: ursprünglich war ein Start Ende 2027 geplant, aber das genaue Datum kann sich ändern.
* Die 3‑nm-Technologie liegt hinter der 2‑nm, und zum Zeitpunkt des Betriebs in Japan könnte sie noch weniger fortschrittlich sein.
In den USA wird TSMC jedoch bereits im nächsten Jahr mit der Produktion von 3‑nm-Chips beginnen, sodass regulatorische Hürden fehlen.
4. Fazit
Die taiwanesische TSMC, unterstützt von der japanischen Regierung und großen Investoren, wechselt von Plänen für 2‑nm zu einer realistischeren Einführung von 3‑nm-Chips in Japan. Diese Entscheidung spiegelt die wachsende Strategie zur Lokalisierung hochmoderner Halbleiterfertigung im Land sowie finanzielle und politische Anreize der japanischen Regierung wider.
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