Südkoreanische Fabriken zur Herstellung von Akkus erforschen den Robotikmarkt zunehmend aktiver.
Wie Batterien für Roboter die Strategie südkoreanischer Hersteller verändern
Trotz der steigenden globalen Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen prognostizieren viele Marktteilnehmer bereits eine Verlangsamung oder sogar einen Rückgang der Nachfrage. Lieferanten von Antriebsbatterien berücksichtigen diesen Trend in ihren Plänen und prüfen zunehmend Möglichkeiten zur Geschäftsentwicklung im Bereich Robotik – wie es die führenden koreanischen Batteriefirmen tun.
Schlüsselverbraucher
Die größten Kunden für Batterien bleiben Elektrofahrzeuge und stationäre Energiespeichersysteme. Ihre Nachfrage wird durch die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz verstärkt. Analytiker des Nikkei Asian Review betonen jedoch, dass menschenähnliche Roboter andere, teurere Batterien benötigen als die in Fahrzeugen eingesetzten.
LG Energy Solution – führend bei robotergestützten Akkus
LG Energy Solution liegt bereits vor den Wettbewerbern und bietet den sechs größten Robotikunternehmen zylindrische Zellen mit hoher Energiedichte, geringem Gewicht und hervorragender Ausdauer bei zyklischer Belastung. Für menschenähnliche Roboter ist das Batterieweichselgewicht entscheidend: Sie verbrauchen Energie nicht nur für Bewegung und Manipulationen, sondern auch für lokale Berechnungen. Das Unternehmen führt Verhandlungen mit einer Vielzahl potenzieller Kunden über ein breites Spektrum robotergestützter Lösungen.
Samsung SDI – strategische Partnerschaften
Obwohl Samsung SDI geringere Umsätze als LG erzielt, arbeitet es bereits mit der Hyundai Motor Group zusammen, die den amerikanischen Robotikhersteller Boston Dynamics besitzt. Der Markt für Roboterbatterien ist noch nicht so groß, aber der durchschnittliche Verkaufspreis ist höher, und die Notwendigkeit einer tiefen Anpassung an die Anforderungen eines bestimmten Kunden schafft zuverlässigere Beziehungen zum Lieferanten. Nach Prognosen von Nomura könnten die Preise für Roboterakkus im Jahr 2030 zwischen 200 und 350 USD pro kWh liegen – zwei‑drei Mal teurer als Antriebsbatterien für Elektrofahrzeuge.
Wachstumsprognosen
Robotik soll in den kommenden Jahren nahezu allgegenwärtig werden, und der Markt wird wachsen. Bis zum Ende des Jahrzehnts wird ein jährlicher Produktionswert von 1 bis 3 GWh Batterien für Roboter erwartet – das bleibt jedoch ein kleiner Anteil im Vergleich zu 1647 GWh für Elektrofahrzeuge und 750 GWh für stationäre Speichersysteme. In den nächsten Jahren wird der Segment des stationären Energiespeichers die größte Auswirkung auf die Einnahmen von Batteriefirmen haben, während das Wachstum des Robotikmarktes weniger vorhersehbar bleibt.
Aktuelle Herausforderungen
Südkoreanische Hersteller von Antriebsbatterien, stark abhängig vom amerikanischen Markt für Elektrofahrzeuge, verzeichneten im vergangenen Quartal mehrfache Millionenverluste aufgrund eines Nachfrageeinbruchs. Dies ist teilweise auf das Ende der Subventionen durch die US‑Behörden zurückzuführen, was den Druck auf Batteriefirmen erhöhte und sie dazu zwang, neue Wachstumsbereiche zu suchen – einer davon wird nun Robotik.
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