Südkorea hat ein ultradünnes Fotomodul mit einem Sichtfeld von 140 Grad entwickelt
Neue ultradünne Kameras für mobile Geräte
Moderne Smartphones sind durch die Größe der eingebauten Kameras begrenzt, daher musste Apple bei der Entwicklung des ultraflachen iPhone Air nur eine einzige Rückkamera einsetzen. Südkoreanische Ingenieure schlugen einen anderen Ansatz vor: Eine Kamera mit einem Sichtwinkel von 140 ° und einer Dicke von weniger als 1 mm zu entwickeln.
Idee aus der Natur
Das Team von KAIST fand Inspiration im facettenreichen Sehen von Insekten. Anstelle einer großen Linse nutzen sie mehrere Mini‑Linsen, die ein „mosaikartiges“ Bild der Umgebung erzeugen. Dieses Prinzip ermöglicht einen weiten Sichtwinkel ohne Unschärfe an den Rändern, was bei herkömmlichen Weitwinkelkameras typisch ist.
Kompaktheit und Leistung
Die SOEMLA-Kamera sitzt nur 0,94 mm über der Leiterplatte, während gewöhnliche modulare Weitwinkelkameras bis zu 8,3 mm dick sein können. Das macht sie attraktiv für die Integration nicht nur in Smartphones und Wearables, sondern auch in medizinische Geräte wie Endoskope.
Offene Fragen
- Wie wird die Kamera mit hochauflösender Videoaufzeichnung umgehen?
- Wird sie Details bei schlechten Lichtverhältnissen erfassen können?
- Welche Kosten entstehen bei der Massenproduktion und wie lässt sich sie mit anderen Komponenten des Geräts kombinieren?
Antworten auf diese Fragen sind noch nicht bekannt, aber die Aussichten für den Einsatz ultradünner Kameras in mobilen Technologien wirken vielversprechend.
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