SpaceX und Blue Origin stritten um Cloud-Datenzentren und wandten sich gegenseitig mit Beschwerden an die FCC
Elon Mask und Jeff Bezos: neue Runde des Weltraumwettbewerbs
Auf dem Planeten und darüber hinaus geht der Kampf um den Titel des reichsten Menschen weiter. Kürzlich hat Space X, Maskers Unternehmen, der US-Federal Communications Commission (FCC) eine Gegenbeschwerde als Antwort auf die Forderungen von Blue Origin – Bezos’ Firma – eingereicht, die Anträge des Konkurrenten für die Platzierung von Rechenzentren (RZ) im Weltraum abzulehnen.
Was ist passiert?
- Freitag: Space X wandte sich an die FCC mit der Bitte, den Anforderungen von Blue Origin nicht zu folgen.
- Blue Origin hat einen Antrag auf die Platzierung von etwa 51 600 fliegenden RZs in niedriger Erdumlaufbahn gestellt.
- Space X hatte bereits einen ähnlichen Antrag eingereicht und nun nutzen beide Unternehmen die Befugnisse der FCC, um um Genehmigungen zu konkurrieren.
Argumente der Parteien
Space X argumentiert: Die Anträge beider Unternehmen sind gleich groß und sollten unter gleichen Bedingungen geprüft werden. Blue Origin behauptet, Space Xs Antrag sei „unvollständig, spekulativ und unrealistisch“. Er enthält keine konkreten Details zur Umsetzung von Maskers Projekt, das die Startung von bis zu 1 Million Satelliten mit RZs auf dem Deckel vorsieht. Blue Origin sagt, der Antrag beschreibe nur ambitionierte Pläne und keinen realen Projekt, und nutze ihn lediglich zum Reservieren administrativer Ressourcen.
Space X fordert nun, dass die FCC dieselben Kriterien auch für seinen eigenen Antrag auf Platzierung von 51 600 Satelliten mit RZs anwendet. Im beigefügten Dokument sind öffentliche Kommentare zu diesem Thema enthalten.
Warum ist das wichtig?
Elon Mask strebt an, in Texas eine riesige Fabrik zu bauen, die jährlich genügend KI‑Chips für einen Aufschwung von 1 Terawatt Rechenleistung produzieren kann. Ein Großteil dieser Leistung soll im Weltraum platziert werden.
Gartner-Experten betonten kürzlich, dass Projekte zur Verlagerung von RZs in den Orbit nicht nur ernsthafte technische Lösungen erfordern, sondern auch enorme Investitionen. Analysten warnen davor, dass ohne einen realistischen Plan diese Ausgaben vergeblich sein könnten.
Kurz gesagt: Space X und Blue Origin setzen ihren Kampf um Weltraumraum fort, indem sie der FCC unterschiedliche Argumente vorlegen. Das Ergebnis der Kommissionsentscheidung könnte die Zukunft großer Projekte zur Platzierung von Rechenzentren in niedriger Erdumlaufbahn bestimmen.
Kommentare (0)
Teile deine Meinung — bitte bleib höflich und beim Thema.
Zum Kommentieren anmelden