SpaceX startet Starlink Mobile und bietet mobile Satellitenkommunikation mit bis zu 150 Mbit/s an
SpaceX startet „Starlink Mobile“ – ein Satellitennetzwerk für mobile Geräte
1. Was wurde auf dem MWC 2026 angekündigt
Auf der Messe des Mobile World Congress im März stellte SpaceX den neuen Service Starlink Mobile vor. Es handelt sich nicht um Konkurrenz zu terrestrischen Anbietern, sondern um deren Ergänzung: Die Satelliten werden Gebiete abdecken, in denen keine 4G/5G-Basisstation vorhanden ist.
2. Aktuelle Infrastruktur*
650 Satelliten der ersten Generation sind bereits in niedriger Erdumlaufbahn aktiv.
* Auf ihnen betreuen mehr als 16 Millionen einzigartige Nutzer und monatlich 10 Millionen Abonnenten der Partner (T‑Mobile, Rogers, KDDI).
* Bis Ende 2026 plant das Unternehmen, die Kundenbasis auf 25 Millionen zu erhöhen.
Das Satellitennetz bietet „die weltweit breiteste geografische 4G-Abdeckung“, indem es terrestrische Stationen dort ersetzt, wo sie nicht verfügbar sind.
3. Plan für die zweite Generation*
Die zweite Reihe von Satelliten soll Mitte 2027 mit Starship-Raketen gestartet werden.
* Jeder Start kann mehr als 50 Geräte transportieren, und innerhalb von sechs Monaten nach dem ersten Flug wird eine Gruppe von ≈1200 Satelliten erwartet – ausreichend für globale kontinuierliche Abdeckung.
* Langfristig soll das Netzwerk auf 15 000 Satelliten ausgeweitet werden, wie in der regulatorischen Antragstellung angegeben.
4. Technische Verbesserungen*
Die maximale Verbindungsgeschwindigkeit soll auf 150 Mbit/s erhöht werden.
* Auf den neuen Satelliten werden die Antennen fünfmal größer und die Durchsatzkapazität eines Strahls vierfach steigen.
* Derzeit bietet der Service Videokonferenzen und Textnachrichten bei etwa 4 Mbit/s, wenn terrestrische Abdeckung fehlt.
5. Geschäftsstrategie und Positionierung
Elon Musk betrachtete Starlink Mobile ursprünglich als Konkurrenten, betont aber nun die Rolle der Satelliten in einem hybriden Netzwerk: Sie ergänzen, ersetzen nicht, terrestrische Stationen und erweitern die Möglichkeiten der Betreiber dort, wo ihre Infrastruktur begrenzt ist.
6. Branding‑Problem
Nach der Umbenennung von Direct‑to‑Cell zu Starlink Mobile entstand Verwirrung: Jeder Partner fördert seinen eigenen Namen – T‑Mobile nutzt T‑Satellite, Rogers – Rogers Satellite. Das erschwert eine einheitliche Kommunikation mit den Nutzern.
7. Frequenzbereich und Gerätekompatibilität
SpaceX hat bei EchoStar zusätzlichen Frequenzspektrum erworben, sodass Smartphones in den USA Starlink Mobile bereits zwei Jahre nach dem Start unterstützen können. Die offizielle Transaktion soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein, danach werden die meisten amerikanischen Geräte für den Service bereit sein.
Ergebnis: SpaceX plant ein mobiles Satellitennetz, das im Jahr 2027 starten und allmählich auf Hunderte Millionen Geräte ausweiten wird. Der Service dient als Ergänzung zu terrestrischen Anbietern und sorgt dafür, dass das Netzwerk auch in abgelegenen Gebieten zugänglich bleibt.
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