Sony verzichtet auf die Produktion von Elektrofahrzeugen: Das gemeinsame Projekt mit Honda, das Auto Afeela, wurde eingestellt

Sony verzichtet auf die Produktion von Elektrofahrzeugen: Das gemeinsame Projekt mit Honda, das Auto Afeela, wurde eingestellt

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In den frühen 2010er Jahren stellte Sony auf der CES in den USA das Konzept Vision‑S vor, das ursprünglich als Plattform zur Demonstration von Fahrzeugtechnik des Unternehmens gedacht war. Später stimmte die Firma mit Honda überein, gemeinsam Elektroautos namens Afeela zu produzieren. Die erste Generation sollte bis Ende dieses Jahres auf den Markt kommen, doch nun haben beide Unternehmen die weitere Entwicklung dieser Initiative aufgegeben.

Das Joint Venture Sony Honda Mobility wurde vor einigen Jahren gegründet und hatte zum Ziel, die Serienproduktion von Afeela‑Elektroautos sowie deren Service zu organisieren. Im Januar dieses Jahres präsentierten die Partner sogar eine zweite Generation des Modells. In dieser Woche kündigte Sony Honda Mobility im Vorfeld des japanischen Fiskaljahresendes an, dass die Entwicklung und Produktion der Modelle Afeela 1 und Afeela 2 eingestellt werden. Das Unternehmen bereitet sich darauf vor, seine Geschäftsstrategie zu überdenken und wird neue Pläne bekannt geben, sobald sich Möglichkeiten ergeben.

Für Honda Motor, das die Hauptproduktion dieser Fahrzeuge übernehmen sollte, waren die letzten Monate finanziell schwierig. Mitte März kündigte das Unternehmen an, 15,7 Mrd. US-Dollar Verlust aufgrund von Kürzungen der Investitionen in die Elektrofahrzeuglinie abschreiben zu müssen. Die starke Abhängigkeit vom amerikanischen Markt führte zum Verlust der Nachfrage nach Verbrennungsmotoren, zur Ablehnung von Subventionen für den Verkauf elektrischer Fahrzeuge durch die Behörden und zu von Trump eingeführten Importzöllen auf ausländische Montage. Darüber hinaus brachte die Zusammenarbeit mit Aston Martin bei der Entwicklung von Motoren für die Formel‑1 keine erwarteten Ergebnisse.

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