Rockstar bestätigte einen Datenleck, der über die externe KI-Plattform Anodot aufgetreten ist.
Rockstar Games – Ein Hack über einen Drittanbieterdienst
Das Studio Rockstar Games bestätigte offiziell den Kompromittierungsfall von Unternehmensdaten nach einem Angriff der Hackergruppe ShinyHunters. Die Angreifer forderten ein Lösegeld und stellten bis zum 14. April eine Ultimatum, wobei sie die Veröffentlichung gestohlener Informationen drohten. Rockstar erklärte hingegen, dass die Täter lediglich Zugang zu „beschränktem, unwesentlichen“ Daten erhalten haben, die weder Spieler noch das Unternehmen beeinträchtigen werden.
Wie der Hack geschah
Laut IGN (unter Bezugnahme auf The CyberSec Guru) nutzten die Hacker eine externe Analyse‑KI-Plattform namens Anodot. Durch Täuschung präsentierten sie sich als interner Dienst und drangen in den Cloud-Speicher Snowflake von Rockstar ein. Die Cyberkriminellen hackten Snowflake nicht direkt, sondern erwarben Authentifizierungstoken über Anodot, die sie anschließend als digitale Zugangsschlüssel zu den Daten verwendeten.
Bedrohung durch ShinyHunters
In ihrer Stellungnahme warnte die Gruppe Rockstar vor möglichen Konsequenzen bei Nichterfüllung der Forderungen. Das Unternehmen betonte jedoch, dass die gestohlenen Daten begrenzt seien und keine Schäden an Reputation oder Geschäft verursachen würden.
Haltung zum zukünftigen GTA 6
Rockstar stellte fest, dass durch den Angriff keine Schlüsselplot- oder Gameplay‑Details des Projekts offengelegt wurden, das in sechs Monaten veröffentlicht wird. Dies nimmt die Befürchtungen einer massiven Datenleckage zu GTA 6.
Sicherheitsprobleme in der Vergangenheit
Dies ist nicht der erste Vorfall in der Geschichte des Studios:
- Im Jahr 2022 gelang es Hackern, Dutzende von Videos der frühen Version des Spiels in den Netzwerkräumen zu platzieren;
- Im Dezember 2023 kam es zu einer vorzeitigen Veröffentlichung des ersten Trailers.
Der Geschäftsführer von Take‑Two, Strauss Zelnick, bezeichnete diese Ereignisse als enttäuschend für das Team, betonte jedoch, dass sie keinen kritischen Schaden für das Geschäft verursachen würden.
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