OpenAI hat plötzlich mehr als hundert Millionen Dollar in den Erwerb einer bekannten Talkshow investiert
OpenAI setzt auf das Medien-Asset TBPN
Im Zuge dessen, dass das Unternehmen „sekundäre“ Bereiche aufgegeben hat (zum Beispiel die Video‑Generator‑Sora nicht mehr unterstützt), tauchte Ende der Woche eine unerwartete Nachricht auf: OpenAI erwarb das Medienprojekt TBPN (Technology Business Programming Network) für über hundert Millionen Dollar.
Was ist TBPN
* Ein Podcast‑Talkshow, gewidmet der Technologiebranche.
* Moderiert von Jordy Hayes und John Kugan; im Studio waren bereits Mark Zuckerberg und Sam Altman zu sehen gewesen.
* Das Team aus 11 Personen ist für den Inhalt verantwortlich.
Laut *Financial Times* erfreut sich TBPN in Silicon Valley großer Beliebtheit, doch der Erwerb eines solchen Medienassets war für OpenAI nicht vorhersehbar.
Warum der Kauf sinnvoll ist
1. Kontinuierlicher Dialog über KI
Die Produktchefin Fiji Simo betonte, dass „TBPN ein Ort sei, an dem täglich künstliche Intelligenz und ihre Schöpfer diskutiert werden“.
2. Keine Ablenkung von Forschung
Interne Quellen wiesen darauf hin, dass das Projekt keine Umverteilung der Ressourcen der OpenAI-Forscher erfordern würde.
3. Potenzieller Ertrag
Der Kanal zieht durchschnittlich etwa 70 000 Aufrufe pro Tag an und könnte bis zu 30 Millionen Dollar pro Jahr durch Werbung generieren.
Wie das neue Projekt funktionieren wird
* Unabhängigkeit der Redaktion – TBPN behält seine redaktionelle Politik bei.
* Standort – die Show bleibt in Los Angeles.
* Werbetreibende – unter ihnen sind bereits Konkurrenten von OpenAI.
* Leitung – die Redaktion wird von Chris Lihain, dem Leiter des internationalen Marktes, geführt; das Team kann Gäste selbst auswählen.
Sam Altman bemerkte, dass er keine Abschwächung der Kritik seitens TBPN erwartet.
Investitionen und Sponsoren
Das Projekt wurde im vergangenen Jahr gestartet. Zu seinen Sponsoren gehören Ramp, Plaid, Google und sogar die New Yorker Börse.
Damit ist der Kauf von TBPN ein Schritt von OpenAI zur Stärkung seiner Präsenz in der Medienwelt ohne Ablenkung von den wichtigsten wissenschaftlichen Initiativen.
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