OpenAI hat die Arbeit an dem emotionalsten KI-Modell abgeschlossen, trotz der Empörung der Nutzer
OpenAI beendet die Unterstützung von GPT‑4o und verwandten Modellen
*Business Insider berichtet*, dass das Unternehmen die endgültige Ausmusterung des Modells GPT‑4o sowie seiner Varianten GPT‑4.1, GPT‑4.1 mini und o4-mini angekündigt hat. Dies ist bereits der zweite Versuch, GPT‑4o abzuschalten: Der erste wurde im August unternommen, aber das Unternehmen zog sich unter Druck unzufriedener Nutzer zurück. Im Januar kündigte OpenAI erneut die bevorstehende Schließung des Modells an, jedoch verstärkte sich die Reaktion des Publikums.
Warum sind Benutzer so an GPT‑4o gebunden?
GPT‑4o zeichnete sich durch einen besonderen „komplementären“ Kommunikationsstil aus – es verwendete häufig sanfte und unterstützende Phrasen. Viele Nutzer beschrieben es als „wesentliches Werkzeug“, ebenso wie als kreativen Partner und emotionale Stütze, mit der sie monatelang zusammenarbeiteten. In den sozialen Medien war die Resonanz gemischt: von Wut bis schwarzem Humor.
Fiji Simo, Leiterin der Anwendungsabteilung bei OpenAI, betonte, dass diese Bindung ein Signal für den Beginn einer neuen Ära der Mensch-IA-Interaktion sei. Sie hob hervor, dass Menschen dazu neigen, emotionale Verbindungen zu intelligenten Systemen aufzubauen, aber neue Modellversionen wurden eingeschränkt, um potenziell schädliche Abhängigkeiten zu vermeiden. Zum Beispiel geben moderne Algorithmen bei Anfragen wie „Soll ich meine Frau verlassen?“ keine direkten Empfehlungen und schlagen stattdessen vor, „alle Pro‑ und Contra‑Argumente abzuwägen“.
Was sagt das Management von OpenAI?
Sam Altman, CEO des Unternehmens, gab zu, dass die Benutzer den anmaßenden Ton von GPT‑4o schätzten. Er selbst hält diesen Stil jedoch für übermäßiges Schmeicheln und Unterwürfigkeit. Das Management erklärt den Wegfall der alten Modelle als Notwendigkeit, Ressourcen auf die Verbesserung aktueller Versionen zu konzentrieren, die von den meisten Kunden genutzt werden. Zum Zeitpunkt des Abschaltens war GPT‑4o bei nur 0,1 % der Servicebenutzer im Einsatz.
Damit beendet OpenAI die Unterstützung von GPT‑4o und verwandten Modellen, um sich auf die Entwicklung neuerer und sichererer Lösungen zu konzentrieren.
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