OpenAI erstellt ein soziales Netzwerk mit biometrischer Authentifizierung ausschließlich für echte Benutzer.
OpenAI entwickelt eine „reine“ Social‑Network-Plattform
Die Firma OpenAI arbeitet an einer neuen Plattform, bei der die Registrierung möglicherweise eine biometrische Identitätsprüfung erfordert – zum Beispiel über Apple Face ID oder einen Iris‑Scan. Ziel des Projekts ist es, einen Raum ausschließlich für echte Menschen zu schaffen und das „Bitch“, also die massenhafte Präsenz von Bots, loszuwerden.
Aktueller Stand
- Team – weniger als 10 Personen
- Plattform – befindet sich in der frühen Entwicklungsphase
- Konzept – basiert auf *Proof‑of‑Personhood*: Bestätigung, dass ein Nutzer tatsächlich ein lebender Mensch ist. Dies soll ein entscheidendes Wettbewerbsvorteil sein, angesichts der Probleme mit automatisierten Konten in anderen sozialen Netzwerken.
Verifizierungsmethoden
| Methode | Beschreibung |
|---|---|
| Apple Face ID | Gesichtserkennung über iPhone/Apple Watch |
| World Orb | Großes rundes Gerät, das einen eindeutigen Identifikator aus der Iris erzeugt. Wird von *Tools for Humanity* betrieben, dem Unternehmen unter der Leitung von Sam Altman (Gründer von OpenAI). |
Altman will eine zuverlässigere Methode zur Kontoverifizierung bieten als Telefon‑Nummern und E‑Mailadressen, die bei Facebook oder LinkedIn verwendet werden. Menschenrechtsaktivisten warnen jedoch vor Risiken: Biometrische Augendaten sind unveränderlich, und ein Datenleck könnte schwerwiegende Folgen haben.
Warum jetzt?
Die Initiative entsteht im Kontext einer Vertrauenskrise auf der Plattform X (ehemals Twitter). Nach dem Kauf durch Elon Musk und der Reduzierung von 80 % des Personals – einschließlich Moderatoren – hat sich das Problem mit Spam‑Bots verstärkt. Trotz der Entfernung von rund 1,7 Mio. Bot‑Konten im Jahr 2025 beeinflussen Bots weiterhin Diskussionen und manipulieren Kryptowährungsmärkte.
Sam Altman, ein aktiver X‑Nutzer seit 2008, hat wiederholt seine Enttäuschung über den aktuellen Zustand der Plattform geäußert. Im vergangenen Herbst bezeichnete er „AI‑Twitter“ als gefälscht und verwies auf die „theorie des toten Internets“, in der das Netzwerk mit KI-generierter Aktivität überlastet sei.
Was bereits existiert
- ChatGPT – 100 Mio. Nutzer innerhalb von zwei Monaten, aktuell mehr als 800 Mio.
- Sora – Video‑Generierungsapp, die in weniger als fünf Tagen 1 Mio. Downloads erreichte.
Der Markt für soziale Netzwerke ist jedoch bereits stark gesättigt:
| Plattform | Besonderheiten |
|---|---|
| Threads (Meta) | Tägliche Nutzerzahl vergleichbar mit X |
| Bluesky | Mehr als 40 Mio. Nutzer |
| Instagram & TikTok | Führend im Bereich KI‑generierter Inhalte |
Fazit
OpenAI plant die Einführung eines sozialen Netzwerks, bei dem jeder Nutzer biometrisch verifiziert wird, um die Echtheit der Konten zu garantieren. Dies ist eine Antwort auf das wachsende Problem von Bots und Fake‑Profilen, aber der Weg zum Erfolg wird durch starke Konkurrenz und Datenschutzfragen erschwert.
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