Microsoft erklärte, warum die Konten von VeraCrypt und anderer öffentlicher Dienste blockiert wurden – aufgrund der Fahrlässigkeit ihrer Entwickler.
Microsoft hat vorübergehend die Konten der Entwickler von WireGuard und VeraCrypt gesperrt
Im Rahmen des Windows Hardware Programms hat Microsoft den Zugriff auf die Benutzerkonten zweier beliebter Open‑Source-Projekte eingestellt: dem VPN-Protokoll WireGuard und dem Festplattenverschlüsselungstool VeraCrypt.
Was war der Grund für die Sperrung?
Microsoft erklärt, dass es sich um eine Nichtbeachtung der Verifizierungsanforderungen handelt und nicht darum, „Wettbewerber zu eliminieren“.
Im Oktober des vergangenen Jahres wurde ein neues Partnerprüfungsverfahren eingeführt: jedes Unternehmen muss seine rechtlichen Informationen aktualisieren, das Konto über die firmeneigene E‑Mail verifizieren und einen staatlichen Ausweis vorlegen. Wird die Verifizierung bis zum festgelegten Termin nicht abgeschlossen, erhält das Konto den Status „Abgelehnt“ und wird aus dem Programm entfernt.
Reaktion der Entwickler
- VeraCrypt: Der Schöpfer erklärte, dass Microsoft ihm keine Warnungen per E‑Mail geschickt habe. Nutzer auf X (ehemals Twitter) nahmen dies als gezielte Angriffe auf den Konkurrenten BitLocker wahr.
- WireGuard: Befand sich ebenfalls unter derselben Sperre.
Was Microsoft sagt
Scott Hanselman, Vizepräsident und Mitglied des technischen Personals von Microsoft, bestärkte die Behauptung eines „Verschwörungs“ ab und betonte:
> „Nicht alles ist ein Verschwörung; manchmal ist es einfach nur bürokratischer Aufwand.“
Er hat persönlich mit beiden Teams Kontakt aufgenommen und versprochen, bei der Wiederherstellung ihrer Konten zu helfen. Hanselman klärte, dass die Benachrichtigungen zur Verifizierung tatsächlich gesendet wurden, aber möglicherweise im Posteingang verloren gingen.
Folgen für Benutzer
Solange das Problem nicht gelöst ist, können Entwickler keine Updates für Windows veröffentlichen. Das ist besonders kritisch für VeraCrypt: Die meisten Nutzer verwenden genau dieses Betriebssystem, und das Fehlen neuer Releases „kann den Projektfortschritt ernsthaft beeinträchtigen“, so das Team des Projekts.
Fazit: Microsoft hat vorübergehend den Zugriff auf die Konten von WireGuard und VeraCrypt wegen Nichteinhaltung der Verifizierungsanforderungen gesperrt. Das Microsoft-Team arbeitet aktiv an der Wiederherstellung des Zugriffs, aber Windows‑Nutzer bleiben vorerst ohne die neuesten Updates.
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