Neuralink, ein chinesisches Unternehmen, gab erste Ergebnisse bekannt: Der Patient konnte den Cursor bereits fünf Tage nach der Implantation steuern.
Der chinesische Startup NeuroXess zeigt schnelle Fortschritte bei Gehirnimplantaten
Das neue Implantat von NeuroXess ermöglicht es Menschen mit Lähmungen, den Computer-Cursor „mit dem Gedanken“ zu steuern. Nach der Operation konnte der Patient dies innerhalb von fünf Tagen erledigen, berichtet die *Financial Times* auf Basis von Angaben der Startup-Vertreter.
Was NeuroXess macht
- Technologie – implantierbare EEG‑Sensoren + tragbarer Block mit Akku am Brustkorb.
- Funktion – Umwandlung von Gehirnsignalen in Computerbefehle, was den Zugang zu Arbeit, Unterhaltung und Kommunikation auch bei Muskelschwund ermöglicht.
Der Gründer des Unternehmens Tiger Tao (Tiger Tao) betont: „Die chinesische Regierung finanziert Neurowissenschaften, und das beschleunigt das Wachstum der Branche. Zeit ist wirklich Geld.“
Staatliche Unterstützung
- China hat Gehirnimplantate als strategisches Gebiet erklärt.
- Bis 2030 soll es zwei bis drei weltweite Führer in diesem Bereich geben.
- Staatliche Zuschüsse ermöglichen Zugang zu Materialien, beschleunigen klinische Studien und vereinfachen bürokratische Verfahren.
Seit Februar letzten Jahres wurden bereits zehn Experimente mit Gehirnimplantaten durchgeführt; in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres gab es 24 Finanzierungsrunden – 30 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die große Bevölkerungszahl erleichtert die Suche nach Freiwilligen: Millionen Menschen leiden unter Mobilitäts- und Sprachverlust.
NeuroXess betont die Notwendigkeit minimalinvasiver Methoden für eine breite Anwendung seiner Geräte.
Vergleich mit Neuralink
| Kennzahl | NeuroXess | Neuralink (USA) |
|---|---|---|
| Installation | Oberflächliche Sensoren aus Metall und Polyamid, dünne Elektroden, in die Großhirnrinde eingeführt | - |
| Gerätegröße | „Münze“ mit Durchmesser ~5 mm | gleichgroß, aber mit Akku im Inneren |
| Bandbreite | 2,5 bit/s (≈4× niedriger) | bis 10 bit/s |
| Gewebseinwirkung | minimal – keine Narbenbildung, fast keine Schädigung des Hirngewebes (Dicke ≈10× weniger als Haar) | - |
Neuralink behauptet eine höhere Datenübertragungsrate, was wichtig für Aufgaben wie die Umwandlung von Gedanken in Text ist. NeuroXess hingegen fokussiert sich auf einfachere und sicherere Lösungen.
Zukunft der telepathischen Schnittstellen
In China werden auch nichtinvasive Technologien entwickelt: Ultraschall- und Magnetsensoren, die Signale von der Gehirnoberfläche ohne Operation erfassen. Ihre Genauigkeit ist jedoch durch „Abschirmung“ der Hirnwellen durch den Schädel begrenzt.
Zusammenfassung:
China investiert aktiv in Neurowissenschaften, und NeuroXess zeigt bereits praktische Ergebnisse – ein Patient konnte nach fünf Tagen im Anschluss an die Implantation den Computer steuern. Im Vergleich zu dem amerikanischen Neuralink verfügt das Unternehmen über ein einfacheres, aber weniger leistungsfähiges System, das als Grundlage für eine Massenanwendung von Gehirn-Schnittstellen in den kommenden Jahren dienen könnte.
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