NASA hat mit der Suche nach potenziell bewohnbaren außerirdischen Systemen begonnen und bereits erste Bilder vom Teleskop SPARCS erhalten.

NASA hat mit der Suche nach potenziell bewohnbaren außerirdischen Systemen begonnen und bereits erste Bilder vom Teleskop SPARCS erhalten.

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NASA hat den Mini-Satelliten SPARCS gestartet – das erste „Weltraummeteorologisches“ Instrument für Exoplaneten

Was ist SPARCS und wozu dient es
- SPARCS (Star‑Planet Activity Research CubeSat) ist ein winziger 6U-CubeSat mit den Maßen 30 × 20 × 10 cm, der im Januar gestartet wurde.

- Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Aktivität von niedrig-massigen Sternen (Rote Zwerge) zu beobachten und den Einfluss ihrer Ausbrüche auf potenziell bewohnbare Planeten zu bewerten.

In unserer Galaxie befinden sich die meisten der 50 Mrd. felsigen Exoplaneten in der Habitable Zone roter Zwergsterne, doch diese Sterne stoßen häufig starke ultraviolette (UV)-Ausbrüche aus, die die Atmosphäre eines Planeten zerstören können. Deshalb ist es wichtig, das „Weltraumwetter“ genau dort zu kennen.

Erste Ergebnisse
- SPARCS hat bereits erste UV-Bilder der Zielobjekte aufgenommen.

- Für jedes Himmelsgebiet wurden zwei Bilder im nahen und weiten UV-Bereich gemacht.

- Das Vorhandensein eines Sterns in beiden Bereichen ermöglicht die Bestimmung seiner Temperatur – heiße Objekte sind in beiden sichtbar, kalte nur im nahen Bereich.

Diese Daten bestätigten die korrekte Funktionsweise des Teleskops und der Detektoren im Weltraum und ebneten den Weg für vollwertige wissenschaftliche Beobachtungen.

Was in einem Jahr geplant ist
- Der Satellit wird kontinuierlich Ausbrüche, Sonnenflecken und magnetische Aktivität bei etwa 20 roten Zwergsternen überwachen.

- Jedes Objekt wird für 5–45 Tage beobachtet, um ein detailliertes Profil ihrer Aktivität zu erstellen.

- Die gesammelten Daten helfen dabei, zu verstehen, wie UV-Ausbrüche die Atmosphäre von Planeten beeinflussen und ob sie lebensfreundlich machen.

Technologische Neuerungen
Komponente Was es tut UV‑Filter im Sensor Eingebaute Filter, ähnlich denen in modernen Smartphones, erhöhen die Empfindlichkeit und eliminieren den Bedarf an externen Elementen. Lokale Datenverarbeitung Der Prozessor an Bord analysiert sofort die Bilder und korrigiert die Beobachtungsbahn in Echtzeit.

Diese Technologien machen SPARCS zu einem der effizientesten UV‑Beobachter, der dabei nur so viel Platz wie eine Packung Haferflocken einnimmt.

Expertenmeinung
> „Die ersten ultravioletten Bilder von SPARCS aus dem Orbit sind unglaublich spannend. Sie zeigen, dass das Raumfahrzeug und seine Detektoren wie erwartet nach Bodentests funktionieren, und wir sind bereit, mit der wissenschaftlichen Arbeit zu beginnen“, sagt Evgenia Schulnik, leitende Forscherin des Projekts und Professorin für Astrophysik an der University of Arizona.

Was als Nächstes kommt
NASA plant, die bei SPARCS erprobten Technologien weiterzuentwickeln, um größere UV‑Teleskope zu starten. Das wird das Wissen über das Weltraumwetter nicht nur im Sonnensystem, sondern in der gesamten Galaxie erweitern.

So hat der Mini-Satellit SPARCS bereits seine Wirksamkeit bewiesen und einen neuen Weg eröffnet, die Auswirkungen stellarischer Aktivität auf exoplanetare Bedingungen zu untersuchen.

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