Microsoft kann aus der Partnerschaft mit OpenAI nicht mehr als 38 Mrd. US-Dollar verdienen
Microsoft und OpenAI: neue Kooperationsbedingungen
Die Corporation Microsoft – der älteste strategische Investor in OpenAI – hat seit 2019 schrittweise mindestens 13 Mrd. US-Dollar in das Startup investiert. Die jüngste Restrukturierung von OpenAI hat jedoch die Art ihrer Beziehung verändert.
Was sich geändert hat
* Umsatzbeschränkung für Microsoft
Bisher konnte Microsoft auf 20 % des Gesamtumsatzes von OpenAI ohne Obergrenze zählen, was theoretisch bis zu 135 Mrd. US-Dollar bedeuten würde. Im neuen Vertrag ist das Limit bei 38 Mio. US-Dollar festgelegt, wodurch 97 Mrd. US-Dollar für die Bedürfnisse des Startups eingespart werden.
* Auswirkungen auf zukünftige Zahlungen
Microsoft erhält seinen Anteil am Umsatz nur, solange der Gesamtbetrag 38 Mrd. US-Dollar nicht überschreitet. Danach enden die Zahlungen. Selbst wenn das Limit bis 2030 nicht erreicht wird, stoppen sich die Auszahlungen ohnehin. Im laufenden Jahr soll das Unternehmen etwa 6 Mrd. US-Dollar erhalten.
* Erhöhung der finanziellen Unabhängigkeit von OpenAI
Der begrenzte Geldzufluss gibt dem Startup mehr Freiheit bei der Vorbereitung auf einen IPO, der bis Ende des Jahres geplant ist.
Neue Möglichkeiten für Partner
OpenAI kann nun frei nach weiteren Investoren und strategischen Partnern suchen. Dazu gehören Google und Amazon Web Services (AWS), Konkurrenten von Microsoft. Nach der Restrukturierung hält Microsoft etwa 27 % der Anteile an OpenAI.
Öffentliche Anerkennungen
Der CEO von Microsoft, Satya Nadella, bestätigte vor Gericht, dass das Unternehmen ursprünglich auf finanzielle Gewinne aus den Investitionen in OpenAI abzielte und nicht nur auf humanitäre Ziele. Nach dem Plan sollte Microsoft 92 Mrd. US-Dollar verdienen, was deutlich über dem neuen Limit von 38 Mrd. US-Dollar liegt; der Riese hat jedoch die Möglichkeit, seine Anteile zu verkaufen, um zusätzlichen Gewinn zu erzielen.
Damit bietet die neue Vertragsstruktur OpenAI mehr Autonomie und ebnet den Weg zum IPO, während Microsoft ein erhebliches, wenn auch begrenztes Interesse am Erfolg des Startups behält.
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