Microsoft betrachtete OpenAI jahrelang als unrentabel, aber schließlich verwandelte sie zu ihrem Konkurrenten.
Kurze Geschichte der Beziehung zwischen OpenAI und Microsoft
Zu Beginn des Jahres 2018 zweifelte Microsoft noch immer an dem Potenzial des KI-Startups – OpenAI. Zu dieser Zeit plante das Unternehmen nicht, große Summen in das Projekt zu investieren.
Wie die Diskussion begann
* 2016 wendete sich Elon Musk an Satya Nadella (CEO von Microsoft) mit der Bitte um Hilfe. Das Unternehmen stimmte zu, OpenAI Cloud-Ressourcen im Wert von 60 Millionen US-Dollar zu einem erheblichen Rabatt bereitzustellen.
* Am 11. August 2017 schrieb Nadella Sam Altman, dem Leiter von OpenAI, gratulierend zum Sieg bei einem Spielwettbewerb, in dem KI einen menschlichen Spieler imitieren konnte.
* Zehn Tage später forderte Altman Microsoft Cloud-Dienste im Wert von 300 Millionen US-Dollar an. Drei Tage später bat Nadella um Rat bei vier seiner Stellvertreter – bei OpenAI sahen sie keine Perspektive, während die eigenen Forschungsabteilungen von Microsoft der Meinung waren, dass ihre Technologien den Startup bereits übertreffen.
Skepsis und Kalkulation
* Jason Zander (EVP Microsoft) bemerkte, dass eine Zusammenarbeit mit Musk und Altman Azure Vorteile bringen könnte, aber in den kommenden Jahren etwa 150 Millionen US-Dollar kosten würde ohne klare Perspektiven.
* In den folgenden Monaten verstummte die Diskussion.
* Am 10. Januar 2018 setzte Brett Tanzer (Chief Executive Officer von Azure) die Verhandlungen fort: Altman schlug vor, KI für Xbox zu lizenzieren im Austausch gegen Azure-Credits zwischen 35 und 50 Millionen US-Dollar. Die Gaming-Abteilung lehnte ab, und Microsoft warnte, dass es nach März keine Rabatte mehr geben würde.
Entscheidungen der Führung
* Am 15. Januar schickte Nadella einen Brief an 15 Unternehmensleiter mit der Bitte um ihre Meinung zu OpenAI. Er äußerte Zweifel daran, welche Forschung das Startup betreibt und wie sie Microsoft helfen könnten. Er bemerkte jedoch, dass Musk OpenAI „am Rande großer Durchbrüche“ sehe und deren KI ein Niveau erreiche, das für interne oder externe Entwickler unerreichbar sei.
* Kevin Scott (CTO Microsoft) äußerte skeptisch die Perspektiven von AGI bei OpenAI. Er warnte, dass eine Finanzierungsverweigerung den Startup dazu bringen könnte, sich an Amazon zu wenden und Azure zu kritisieren.
„Sie sehen uns als einen Haufen Videokarten und nicht als Partner für ernsthafte Forschung“, sagte er.
* Eric Horvitz (Chief Scientific Officer Microsoft) schloss sich der Diskussion an und bot eine tiefere Analyse des Potenzials einer Zusammenarbeit an.
Ergebnis
Trotz anfänglicher Zweifel und Skepsis der Führung von Microsoft begann das Unternehmen im Jahr 2018 dennoch, OpenAI aktiv zu unterstützen. Dies wurde zum Beginn einer der erfolgreichsten Partnerschaften in der Technologiebranche, die Microsoft heute als Cloud-Anbieter für führende KI-Projekte positioniert und sie direkt auf den Weg zur Konkurrenz mit dem eigenen Startup führt.
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