Micron verspricht, den Mangel an Speicher zu bekämpfen, indem es die Investitionen erheblich steigert – Investoren bleiben skeptisch
Micron Technology — Quartalsbericht für das zweite Quartal des Fiskaljahres 2026
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Umsatz | fast verdreifacht auf 23,86 Mrd.$ |
| Jährliches Umsatzwachstum | +74,4 % |
| Betriebsgewinn | wuchs um den Faktor 8–9 (je nach Berechnungsmethode) |
| Nettogewinn | proportional gestiegen |
| Dividenden | stiegen um 30 % |
Schlüsselthemen
1. Starker Umsatzanstieg
Micron konnte die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr verdreifachen, und der Gewinn wuchs nahezu doppelt.
2. Ausgewogene Segmententwicklung
Der Umsatz stieg in allen vier Hauptbereichen:
* Cloud‑Services – 2,6‑fach;
* Rechenzentren – 3,1‑fach;
* Mobile & Consumer‑Lösungen – 3,5‑fach;
* Automotive & Embedded Electronics – 2,6‑fach.
Der Server‑Segment (Cloud + Rechenzentrum) machte mehr als 56 % des Gesamtumsatzes aus.
3. Anstieg der CAPEX
Das Management kündigte an, die CAPEX deutlich zu erhöhen, um dem Speicherknappheitsproblem entgegenzuwirken. Dies führte zum Kursrückgang von 4,43 % nach dem Handelsschluss.
4. Pläne für das nächste Quartal und Jahr
* Umsatzwachstum erwartet über 200 % auf 33,5 Mrd.$ – höher als die Analystenschätzungen (24,3 Mrd.$).
* Im nächsten Fiskaljahr (beginnend im Herbst) soll die CAPEX um mehr als 10 Mrd.$ steigen:
- Bau neuer Fabriken in Idaho und New York;
- Die erste Anlage beginnt Mitte des kommenden Jahres mit der Produktion, während die Fertigung in New York erst zur zweiten Jahreshälfte 2028 startet.
* Der Deal mit dem taiwanesischen PSMC erfordert zusätzliche Investitionen.
5. Partner & neue Technologien
Micron liefert bereits HBM4 an Nvidia; im nächsten Jahr soll HBM4E auf den Markt kommen, das in Feynman‑Acceleratoren (2028) eingesetzt wird – das bedeutet engere Zusammenarbeit mit Nvidia für die Massenproduktion.
Fazit
Micron zeigt beeindruckendes Umsatz- und Gewinnwachstum, muss jedoch erhebliche CAPEX erhöhen, um seine Position im Speichermarkt zu halten. Dies hat kurzfristig den Aktienwert gedrückt, aber die langfristige Strategie umfasst Produktionsausbau und Produktentwicklung in Kooperation mit Nvidia, um das Speicherdefizit zu beheben und die Marktposition zu stärken.
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