Lenovo konnte die Preise für PCs erhöhen, trotz jährlicher Speicherbestände.

Lenovo konnte die Preise für PCs erhöhen, trotz jährlicher Speicherbestände.

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Der chinesische Riese Lenovo bereitet Preisänderungen in Zeiten des Speicherkrises vor

Lenovo, der weltweit größte Anbieter von fertigen Personal Computern (PCs), verfügt dank seiner Erfahrung und Größe über eine stabilere Position gegenüber dem Speicher‑Marktkrise als viele Konkurrenten. Trotzdem muss das Unternehmen die Preise für seine eigenen Geräte erhöhen, obwohl es Vorräte an Speicher für das gesamte laufende Jahr hat.

Reuters berichtete zuvor, dass der Geschäftsführer von Lenovo, Yang Yuanqing, die Preiserhöhung bei PCs als Mittel zur teilweise Abschwächung der Auswirkungen der steigenden Speicherpreise angekündigt habe. Nach seinen Angaben könnten PC-Verkäufe mit Preisdruck konfrontiert werden, aber das Unternehmen sei zuversichtlich, den Umsatz steigern und die Rentabilität erhalten zu können.

Finanzielle Ergebnisse des letzten Quartals
* Der Umsatz stieg um 18 % auf 22,2 Mrd. USD.
* Der Nettogewinn sank um 21 % und belief sich letztlich auf 546 Mio. USD. Ein Teil der Abnahme ist auf einmalige Abschreibungen in Höhe von 285 Mio. USD zurückzuführen, die mit einer Restrukturierung verbunden sind. Diese Kosten sollen innerhalb von drei Jahren auf 200 Mio. USD reduziert werden.

Wenn man die einmaligen Abschreibungen ausschließt, stieg der bereinigte Nettogewinn um 36 % und betrug 589 Mio. USD.

Rentabilität nach Segmenten
Segment Umsatz (Wachstum) % am Gesamtumsatz PCs und Smartphones +14,3 % ~70 % Digitale Infrastruktur (Server, KI) +31 %
Der Sektor der digitalen Infrastruktur schloss das Quartal mit einem operativen Verlust von 11 Mio. USD ab, bedingt durch aktive Investitionen in die eigene KI‑Infrastruktur. Der Umsatz aus KI-Servern stieg jedoch um zwei Ziffern Prozent und bestätigt die steigende Nachfrage.

Entwicklungsstrategie
Lenovo prognostiziert, dass die Kapazität des Server‑KI‑Infrastrukturmarktes bis 2028 verdreifacht wird. Bereits jetzt verschiebt das Unternehmen seine Investitionen von der Modellbildung hin zum Inferenz (Ausführung bereits trainierter Modelle), um schneller auf Kundenbedürfnisse reagieren zu können.

Damit behält Lenovo seine führende Position im Verkauf von PCs und Smartphones bei, muss jedoch die Preise aufgrund steigender Speicher­kosten anpassen. Gleichzeitig investiert das Unternehmen weiterhin in KI‑Infrastruktur und erwartet ein erhebliches Wachstum der Nachfrage in den kommenden Jahren.

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