Kobalt wird weltweit bis zum Jahr 2030 knapp bleiben und die Preise sind um mehr als 160 % gestiegen

Kobalt wird weltweit bis zum Jahr 2030 knapp bleiben und die Preise sind um mehr als 160 % gestiegen

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Kobalt: Preise steigen, Lieferungen sinken – wie wirkt sich das auf den Markt aus?

*Nach Angaben des Analyseunternehmens Fastmarkets*

- Die Kobaltpreise, ein Schlüsselmaterial für Batterien sowie die Luft- und Raumfahrt-/Verteidigungsindustrie, sind um mehr als 160 % gestiegen.

- Im Februar 2025 hat die Demokratische Republik Kongo (DRK), aus der über 70 % der weltweiten Kobaltproduktion stammen, den Export eingestellt und ab Oktober strenge Quote eingeführt.

Folgen:

- Der Mangel an Kobaldhydroxid – dem Hauptprodukt des DRK – beträgt mehr als 82 000 Tonnen.

Wie sieht das auf dem Weltmarkt aus
Kennzahl | Wert | Globaler Kobalt-Mangel (Prognose von Darton Commodities) | Bleibt bis Ende des Jahrzehnts | Weltweite Produktion raffinierten Kobalts 2025 | Reduziert um ca. 20 % – erster Rückgang in fünf Jahren

Warum ist das wichtig?

- Die Beschränkungen im DRK haben zu einem drastischen technischen Mangel geführt, der vorübergehend durch Lagerbestände ausgeglichen wurde, die nun jedoch erschöpft sind.

- Preissteigerungen lassen sich entlang der gesamten Lieferkette beobachten: von der Gewinnung bis zum Endprodukt.

Mögliche Änderungen seitens Kongo
- Im Jahr 2025 könnte das DRK die Exportquoten lockern. Das würde ermöglichen:

- Das Risiko eines Nachfrageeinbruchs zu reduzieren.
- Die Einnahmen zu maximieren, indem hohe Preise und begrenztes Angebot beibehalten werden.

Was passiert mit den Lieferungen?
Land | Aktueller Stand
China | Erste Kobaltlieferung wird im Mai/Juni erwartet, nachdem neue Verfahren eingeführt wurden.
Indonesien | Steigerung der Importe von Mixed Hydroxide Precipitate (MHP) – einer Mischung aus Nickel und Kobalt, jedoch mit Risiken: Schwefelunterbrechungen, Rohstoffverfügbarkeit, Umweltprobleme.

Fazit
- Die Exportbeschränkungen im DRK haben die Verwundbarkeit der Kobaltlieferkette aufgezeigt.
- Unternehmen investieren in Diversifizierung und Materialersatzstoffe.
- Diese Veränderungen könnten das Wachstum der Nachfrage auf einigen Endverbrauchermärkten verlangsamen, bis sich der Markt an die neuen Bedingungen angepasst hat.

*Zusammenfassung von Darton Commodities: „Die Preise steigen weiter aufgrund des Rohstoffmangels; gleichzeitig kehren die Lieferungen allmählich zurück, jedoch mit Verzögerungen und Risiken, insbesondere in Indonesien.“*

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