KI verschlingt alle Speicherressourcen, Experten prognostizieren einen weiteren Anstieg der DRAM-Preise um 60 %.

KI verschlingt alle Speicherressourcen, Experten prognostizieren einen weiteren Anstieg der DRAM-Preise um 60 %.

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Kurz zur DRAM-Situation im Jahr 2024

Was passiert ist und wie es sich auswirkt
Mangel an Speicher, verursacht durch steigende Nachfrage nach KI
Die Preise für Standard-DRAM verdoppelten sich im ersten Quartal.
Preiserhöhung im aktuellen Quartal
TrendForce-Prognose: die Preise könnten noch um mehr als 50 % steigen.

Warum steigen die Preise
1. Die Nachfrage übersteigt das Angebot

- Lieferanten müssen neue Kapazitäten in die Produktion von Hochleistungsmodulen RDIMM verlagern, die für KI-Server benötigt werden.
- Das begrenzt die Verfügbarkeit von Speicher für normale PCs und Smartphones.

2. Ständig niedrige Bestände

- Selbst nach dem Start neuer Produktionslinien (z. B. Micron in Manassas) bleiben die Bestände bis 2030 laut SK hynix knapp.

3. Hyper‑Scaler als „Preisführer“

- Große Cloud-Unternehmen sind bereit, mehr für Speicher zu zahlen, um Lieferungen sicherzustellen.
- Das zwingt andere Kunden, ihrem Beispiel zu folgen und lässt normale Verbraucher benachteiligt zurück.

Was Analysten sagen
Position Details TrendForce
In den kommenden Monaten werden die DRAM-Preise weiter steigen (58–63 % im aktuellen Quartal). Ein weiteres Preisrückgang ist nur möglich bei einer Erweiterung der Produktionskapazitäten für Konsumentenchips oder einem Rückgang der Nachfrage nach Hochleistungs‑KI‑Modulen. Samsung, SK hynix, Micron
Die Priorität bleibt bei HBM (HBM – High‑Bandwidth Memory), nicht bei Standard-DRAM.

Neue Pläne zur Produktionssteigerung
- SK hynix

- Hat angekündigt, die Menge an Siliziumwafern in fünf Jahren zu verdoppeln, jedoch wird das Wachstum schrittweise erfolgen. Der Mangel könnte bis 2030 bestehen bleiben.

- Micron

- Startete die DRAM-Produktion in Manassas (Virginia).
- Ein zweiter Werk soll „in der Mitte des Jahres 2027“ in Idaho beginnen, und die vollständige Inbetriebnahme neuer Kapazitäten ist für 2027–2028 geplant.

Weitere Faktoren
- Personalprobleme

Ende Mai hat Samsung Electronics einen großen Streik beendet, nachdem ein Gewinn‑beteiligungsabkommen mit den Mitarbeitern erzielt wurde. Das half, mögliche Unterbrechungen zu vermeiden, die den Mangel verschärfen könnten.

- Taiwanesische Hersteller

Nanya, Winbond und PSMC produzieren weiterhin DRAM in reifen Technologieprozessen, um Lücken zu schließen, die nach dem Übergang der führenden Lieferanten zu fortgeschritteneren Prozessen entstanden sind. Bei PSMC wird eine aktive Kapazitätserweiterung erwartet.

Fazit
- Preise: fast doppelt so hoch im ersten Quartal und könnten noch um 50 %+ steigen.
- Lieferungen: bleiben begrenzt durch die Umverteilung von Ressourcen auf KI‑Module.
- Perspektiven: Langfristige Verbesserung ist nur möglich bei einer erheblichen Produktionsausweitung für Konsumentenchips oder einem Rückgang der Nachfrage nach Hochleistungs‑KI-Speicher.

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