Kapitel Ferrari erklärte, warum Touchscreens in Autos immer beliebter werden – sie kosten die Hälfte der traditionellen Tasten.

Kapitel Ferrari erklärte, warum Touchscreens in Autos immer beliebter werden – sie kosten die Hälfte der traditionellen Tasten.

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Ferrari – digitale Realität und wirtschaftliche Logik

Der Geschäftsführer von Ferrari, Benedetto Vigna, hat kürzlich ein ausführliches Interview mit der britischen Zeitschrift *Autocar* geführt. In diesem behandelte er ein breites Themenspektrum: vom Wachstum der Automobilindustrie in Indien bis zur Unsicherheit des Elektrofahrzeugmarktes. Besonders wichtig ist, dass Vigna offen eine der „unangenehmen“ Wahrheiten der modernen Fahrzeugproduktion zugibt – Touchscreens werden nicht ausschließlich entwickelt, um die Jugend anzusprechen, sondern vor allem zum Kostensparen.

1. Der Elektrosupersportwagen Luce und die Glasersparnis
Im Februar kündigte Ferrari Details zu seinem vollständig elektrischen Supersportwagen *Luce* an. Das Fahrzeug wird als „utopisches Bild der Zukunft“ positioniert: Es nutzt modernste Technologien, aber es sind nicht nur diese, die es besonders machen. Vigna erklärte, dass das neue vierköpfige Elektrofahrzeug von Ferrari mehr Glas hat, weil dies erhebliche Kosten senkt – die Einsparung erfolgt durch eine vereinfachte Konstruktion.

2. Johnny Ive und das Touchsystem
Für die Entwicklung des Infotainment-Systems *Luce* wandte sich das Unternehmen an den legendären Designer Johnny Ive. Auf den ersten Blick scheint die Herstellung einer teuren Touchpanel im Auto kostenintensiv, aber laut Vigna ist sie günstiger als die Planung und Produktion physischer Tasten.

> „Touchscreens werden zum Nutzen des Lieferanten entwickelt“, sagte er.
> „Die Herstellung eines Touch-Tasters kostet 50 % weniger… und diese eleganten physischen Tasten erfordern erhebliche Investitionen und spezialisierte Ausrüstung.“

3. Wirtschaftlichkeit und Benutzererlebnis
Vigna betonte, dass digitale Schnittstellen in der Automobilindustrie meist zur Kostensenkung eingeführt werden, nicht auf Kundenwunsch. Er gab konkrete Zahlen: Die Produktion von Touchscreens kostet ungefähr die Hälfte weniger als physische Tasten.

> „Ein Touch-Interface eignet sich hervorragend für Konsumelektronik“, bemerkt Vigna, fügt aber hinzu, dass es bei Ferrari-Käufern nicht dieselbe emotionale Resonanz hervorruft.
> „Wir müssen etwas Einzigartiges schaffen.“

4. Die Zukunft des „Fizjitals“ bei Ferrari
Das Unternehmen beabsichtigt, das Konzept *„fizjital“* – die Kombination aus physischer Steuerung und digitalen Ergänzungen – weiterzuentwickeln. Eine vollständig digitale Innenausstattung ist nicht geplant: Ferrari verzichtet bereits auf knappe, minimalistische Designs und geht zu „interaktiveren“ Kabinen über. Laut Vigna wird dieser Ansatz immer aktiver werden.

Fazit:

Ferrari erkennt an, dass Touchscreens wirtschaftlich vorteilhaft sind, strebt jedoch danach, die Einzigartigkeit der Marke durch die Kombination aus traditionellen und digitalen Elementen zu bewahren. Der neue Elektrosupersportwagen *Luce* demonstriert, wie technologische Innovationen nicht nur zur Verbesserung von Leistungsmerkmalen eingesetzt werden können, sondern auch erhebliche Kosteneinsparungen ermöglichen.

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