Juno hat die tatsächlichen Abmessungen des Riesen geklärt, und nun ist klar, wie stark Jupiter „verschlechtert“ wurde.

Juno hat die tatsächlichen Abmessungen des Riesen geklärt, und nun ist klar, wie stark Jupiter „verschlechtert“ wurde.

9 hardware

NASA-Juno hat die Größe des Jupiter genauer bestimmt

Die Mission „Juno“ dauerte fast ein Jahr, und dank dieser Zeit konnten die Wissenschaftler die Abmessungen des größten Planeten unseres Sonnensystems neu berechnen. Die kürzlich veröffentlichte Arbeit enthält genauere Daten zu den Durchmessern des Jupiter.

MessungFrüher („Voyager“, „Pioneer“)Neuer Wert
Äquatorialer Durchmesser142 984 km142 976 km
Polarer Durchmesser133 708 km133 684 km

Der Unterschied beträgt lediglich 8–24 Kilometer, bestätigt jedoch, dass der Jupiter an den Polen etwas stärker abgeflacht ist als zuvor angenommen. Die Elliptizität liegt nun bei 7 % – fast doppelt so hoch wie die der Erde (0,33 %).

Wie wurden die neuen Zahlen ermittelt?
„Juno“ umkreiste den Jupiter kontinuierlich und hielt dabei eine konstante Verbindung zur Bodenstation aufrecht. Änderungen im Zeitverlauf des Radiosignals entlang der Umlaufbahn ermöglichten eine genauere Bestimmung der Grenzen von Atmosphäre und Kern des Planeten. Die Verringerung der Messfehler im Vergleich zu früheren Missionen führte zu zuverlässigeren Ergebnissen.

Warum ist das wichtig?
- Modellierung der inneren Struktur – genaue Abmessungen ermöglichen eine präzisere Verteilung von Masse, Dichte und Druck innerhalb des Jupiter.
- Atmosphärische Dynamik – die Kenntnis realer Größen verbessert Berechnungen von Wirbeln, Zyklonen und Wechselwirkungen mit Licht.
- Entwicklung des Sonnensystems – der Jupiter, der fast 2 % der gesamten Systemmasse ausmacht, beeinflusst stark die Bahnen anderer Planeten und die Übertragung flüchtiger Stoffe (einschließlich Wasser) zur Erde.

Damit hilft selbst eine so geringe Korrektur der Durchmesser, alte Abweichungen in Modellen zu beseitigen, die von frühen Sonden gewonnen wurden. Die neuen Jupiter-Parameter werden Anpassungen in den Theorien über Gasriesen erfordern und die Interpretation zukünftiger Daten zum Planeten verbessern.

Kommentare (0)

Teile deine Meinung — bitte bleib höflich und beim Thema.

Noch keine Kommentare. Hinterlasse einen Kommentar und teile deine Meinung!

Um einen Kommentar zu hinterlassen, melde dich bitte an.

Zum Kommentieren anmelden