Iran hat die 1 000-Stunden-Marke für die Internetblockade im ganzen Land überschritten.
Iran setzt die Internetblockade fort: 1000‑Stunden „digiteller Kampf“
Ende Februar kündigte die iranische Regierung den vollständigen Ausfall des Internets im ganzen Land an und begründete dies mit dem Beginn einer militärischen Operation seitens der USA und Israels. Bis heute dauert die Blockade bereits über 1000 Stunden und gilt als eine der längsten in der Geschichte solcher Ereignisse.
Was passiert mit Starlink‑Nutzern?
Laut Tom’s Hardware schützt ein Starlink-Satellitenterminal iranische Nutzer nicht. Im Gegenteil, Gerätebesitzer könnten einer Todesstrafe ausgesetzt sein. Für fast 44 Tage ist das Internet im Iran nicht verfügbar, und die Behörden versuchen aktiv, den Betrieb des Starlink-Netzwerks zu unterdrücken, indem sie militärische Ausrüstung einsetzen – wie bereits im Januar berichtet wurde. Darüber hinaus sind Server amerikanischer Unternehmen (OpenAI, Microsoft, Apple, Google), die iranischen Streitkräften dienen, Ziel von Bedrohungen, obwohl bisher keine direkten Aktionen stattgefunden haben.
Statistik von NetBlocks
NetBlocks, ein Dienst zur Überwachung von Internet‑Shutdowns, verzeichnet, dass der Datenverkehr im Iran über mehr als 43 Tage hinweg nur noch bei 1 % des normalen Levels liegt. Laut Cloudflare wird der verbleibende Prozentsatz durch eine begrenzte Anzahl offizieller Nutzer generiert, denen der Zugang zu Ressourcen aus einer „Whitelist“ gestattet ist. Im Inlandsbereich fließt der gesamte Verkehr über Überwachungssysteme, die nur vorab genehmigte Websites zulassen.
Kontext und wirtschaftliche Folgen
Dies ist nicht das erste großflächige Internet‑Ausfall im Iran in diesem Jahr. Am 8. Januar wurde das Netzwerk während massiver Proteste blockiert; Ende Januar wurden die Beschränkungen teilweise gelockert, aber vollständig aufgehoben blieb es nie. Mitte Februar sank der Datenverkehr auf nur noch 50 % des vorherigen Levels.
Solche Maßnahmen haben die Online‑Wirtschaft des Landes stark getroffen: Der Handel ist um 80 % zurückgegangen, und jeder Tag der Unterbrechung im Januar kostete die iranische Wirtschaft etwa 35,7 Millionen Dollar.
Kommentare (0)
Teile deine Meinung — bitte bleib höflich und beim Thema.
Zum Kommentieren anmelden