Investoren fordern von großen IT-Unternehmen die Offenlegung von Daten über den Wasserverbrauch und die Energieaufwendungen ihrer Rechenzentren, die künstliche Intelligenz betreiben.
Regeln für die Transparenz von Wasser- und Energieverbrauch in Rechenzentren
Im Vorfeld der jährlichen Hauptversammlungen haben mehr als zehn große Investoren darum gebeten, genaue Daten zum Wasserverbrauch und zu den Energiekosten amerikanischer Rechenzentren von Amazon, Microsoft und Google (Alphabet) offenzulegen. Dieser zunehmende Druck resultiert aus der wachsenden Besorgnis der Märkte darüber, wie viele Ressourcen für die Unterstützung der KI-Infrastruktur aufgewendet werden.
Warum Investoren Transparenz fordern
* Die Reaktion der Aktionäre – nachdem alle drei Unternehmen mit Protesten lokaler Gemeinschaften konfrontiert wurden und mehrere milliardenschwere Projekte abgesagt haben mussten, hat das Interesse an ihrer Umweltberichterstattung zugenommen.
* Negative Zahlen – laut dem Marktforschungsunternehmen Mordor Intelligence verbrauchten die nordamerikanischen Rechenzentren im Jahr 2025 fast einen Billion Liter Wasser.
Wasser als Schlüsselressource für KI-Rechenzentren
* Nach einigen Schätzungen entspricht die Generierung von 100 Wörtern mit GPT‑4 dem Verbrauch von drei Flaschen Wasser.
* Eine andere Studie zeigte, dass KI-Rechenzentren jährlich mehr Wasser verbrauchen als alle Menschen der Welt zusammen in abgefülltem Wasser.
Obwohl große Cloud-Anbieter geschlossene Kühlsysteme eingeführt haben, bleibt ein großer Teil des Wasserverbrauchs direkt indirekt.
* Im Jahr 2024 ergab die Untersuchung, dass Rechenzentren indirekt etwa 800 Milliarden Liter Wasser im Prozess der Stromerzeugung verbraucht haben, die für ihren Betrieb erforderlich sind.
* Wie Tom’s Hardware feststellt, erfolgt der überwiegende Teil des Verbrauchs außerhalb der Anlagen selbst.
Was Investoren wollen
Investoren fordern detaillierte Berichte zu jeder Anlage, um operative Risiken und Auswirkungen auf lokale Ökosysteme genauer bewerten zu können. Sie halten den aktuellen Informationsgrad zur Auswirkung von Rechenzentren für unzureichend.
Reaktion der Unternehmen
* Calvert Research and Management – Analyst Jason Qi betonte die Notwendigkeit detaillierterer Berichte über die reale Wirkung auf Gemeinschaften.
* Amazon – Infrastrukturchef Josh Weissman teilte Reuters mit, dass das Unternehmen „immer häufiger Daten zu konkreten Anlagen offenlegt“, um ein guter Nachbar zu sein.
* Microsoft – Vertreter erklärten, dass ökologische Nachhaltigkeit ihr Grundwert sei.
* Google – verweigerte Kommentare.
* Meta – antwortete nicht auf die Anfrage von Reuters.
Damit erwarten Investoren von den Cloud-Giganten eine offenere und konkretere Information darüber, wie viel Wasser und Energie sie verbrauchen, um die ökologischen Risiken und Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften besser zu verstehen.
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