Instagram deaktivierte die Ende‑zu‑End‑Verschlüsselung für persönliche Nachrichten von Benutzern.

Instagram deaktivierte die Ende‑zu‑End‑Verschlüsselung für persönliche Nachrichten von Benutzern.

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Instagram hat die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung privater Nachrichten deaktiviert

Seit dem 8. Mai unterstützt die Plattform Instagram keine Ende-zu-Ende‑Verschlüsselung (end‑to‑end encryption) mehr in privaten Chats. Laut der Verwaltung war diese Funktion kaum gefragt und wurde sowohl von Strafverfolgungsbehörden als auch von Kinderschützern kritisiert.

Was sich geändert hat
* Zugriff auf den Schriftverkehr – ohne Verschlüsselung kann die Instagram-Administration jetzt den Inhalt aller Nachrichten der Nutzer lesen.

* Grund für die Deaktivierung – im Leitfaden des sozialen Netzwerks heißt es: „Einige wenige Nutzer haben Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung aktiviert, daher planen wir, diese Funktion in den kommenden Monaten zu entfernen“.
Ein Vertreter von Meta (Besitzer von Instagram) sagte bereits im März in einem Interview mit der Guardian, dass Nutzer auf WhatsApp umsteigen können, um Nachrichten sicher auszutauschen.

Wer zuerst betroffen war
Die ersten „verlorenen“ verschlüsselten Chats betrafen Nutzer aus Australien. Die Deaktivierung wurde von Strafverfolgungsbehörden und Kinderschützern kritisiert, die argumentierten, dass Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung Ermittlungen zu Internetkriminalität erschwerte.

Neue Sicherheitsfragen
Obwohl WhatsApp nun als „Alternative“ für diejenigen gilt, die Privatsphäre wahren wollen, steht der Messenger selbst ebenfalls unter Kritik. Pavel Durov, Gründer von Telegram, beschuldigt WhatsApp des „massiven Betrugs gegenüber Nutzern“, wobei er vor allem auf unverschlüsselte Chat‑Backups hinweist, die in der Cloud gespeichert werden.

Damit hat Instagram Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung wegen geringer Beliebtheit und Druck seitens der Behörden aufgegeben, aber neue Plattformen stehen ebenfalls vor Fragen zur tatsächlichen Datensicherheit der Nutzer.

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