In der Vorstadt Moskaus wurden zu den Frühlingsfesten Beschränkungen des Heim-Internets mit „White Lists“ eingeführt
Probleme mit dem Heim‑Internet in der Vorstadt von Moskau: „Whitelist“ werden nun auf Wi‑Fi angewendet
In den sozialen Medien kursierten Meldungen, dass bei einer Reihe von Internetanbietern in der Vorstadt von Moskau der Zugang zu Websites ausschließlich über „Whitelists“ beschränkt sei. Eine Bewohnerin des Kreises Schjelkowsk teilte ihre Erfahrung: seit der vergangenen Nacht funktioniert ihr Heim‑Wi‑Fi von „Vsem Wi‑Fi“ nur noch nach einer vorab genehmigten Liste von Websites. Als sie den Kundendienst kontaktierte, wurde ihr mitgeteilt, dass diese Beschränkung für alle Maifeiertage gelten werde und eine Anordnung eines „übergeordneten Anbieters“ sei. Das Unternehmen erklärte, es übernehme keine Verantwortung für solche Maßnahmen.
> *„Mein Heim‑Internet funktioniert seit gestern Abend nach einer „Whitelist“. Im Kundendienst von Vsem Wi‑Fi wurde mir gesagt, dass das so für alle Maifeiertage sein werde und es sich um eine Anordnung eines „übergeordneten Anbieters“ handele. Das Unternehmen übernimmt keine Verantwortung dafür“,* schreibt die Bewohnerin in der „Gazete.Ru“.
> *„Meine Arbeitsprozesse sind gestört, ich riskiere nun den Verlust des Einkommens, auf das ich mich verlassen habe. Ich hätte gerne zumindest im Voraus informiert worden, was passieren wird. Ich zahle für Internet, um zu arbeiten, nicht um Serien auf erlaubten Websites zu schauen“,* fügte sie hinzu.
Ähnliche Einschränkungen wurden auch von Nutzern des Anbieters Istranet berichtet; später teilten sie mit, dass der Internetzugang wiederhergestellt sei und normal funktioniert.
Warum sind „Whitelists“ eingeführt worden?
Seit März hat das Ministerium für digitale Angelegenheiten ein Whitelist-System für mobiles Internet im Moskauer Gebiet eingeführt. Diese Entscheidung wurde als Reaktion auf Sicherheitsbedrohungen durch Drohnenangriffe getroffen. Die Liste umfasst über 120 Dienste, darunter staatliche Ressourcen, Bankanwendungen, Transportdienste, Marktplätze und mehrere Medienunternehmen. Für Heim‑Internet wurde offiziell nichts erwähnt.
Die Behörden haben bereits Gerüchte über die Übertragung des Whitelist-Systems auf kabelgebundenes Internet zurückgewiesen. Das Ministerium für digitale Angelegenheiten erklärte, dass Berichte über Beschränkungen von Wi‑Fi unzuverlässig seien: die Einschränkungen betreffen ausschließlich mobile Kommunikation in bestimmten Regionen und sind punktuell. Kabelnetze werden nicht für Drohnenangriffe genutzt, daher erfordern sie keine solchen Maßnahmen.
Ergebnisse
- Das Heim‑Internet einiger Anbieter ist nun durch Whitelists beschränkt.
- Nutzer berichten von Störungen ihrer Arbeitsprozesse und fehlender Vorankündigung.
- Das Ministerium für digitale Angelegenheiten bestätigt, dass die Beschränkungen ausschließlich auf mobiles Internet zur Sicherheit vor Drohnenangriffen angewendet werden.
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