In den USA ist der Import jeglicher ausländischer Router verboten, da sie als Bedrohung für die nationale Sicherheit gelten.
Was ist passiert?
Die Federal Communications Commission (FCC) hat ein Verbot für den Import neuer Konsumenten-Netzwerkgeräte aus dem Ausland in die USA angekündigt, es sei denn, der Hersteller erhält eine spezielle Genehmigung. Der Regulierer begründet dies mit einem „unakzeptablen Risiko für nationale Sicherheit und Bürger“ (Quelle – The Verge).
Wen betrifft das?
Benutzer können weiterhin ihre vorhandenen Router nutzen, und Unternehmen, die zuvor FCC-Genehmigungen für bestimmte Radiogeräte erhalten haben, dürfen diese Geräte liefern. Da jedoch die meisten Konsumenten-Router außerhalb des Landes hergestellt werden, fallen nahezu alle neuen Modelle jetzt unter das Verbot.
Wie sieht die „Verbotsliste“ aus?
Die FCC hat in der Covered List (Verbotsliste) sämtliche zukünftigen ausländischen Router aufgenommen und erklärt, dass keine neuen Genehmigungen erteilt werden. Das macht den Import neuer Modelle praktisch unmöglich.
Geschichte und Argumente der FCC
- Zuvor verhinderte die Kommission den Import von Drohnen aus Sicherheitsgründen (NSD).
- Bei Routern stützt sie sich auf ein Memorandum des Verteidigungsministeriums, das besagt: „Die dominante Präsenz ausländischer Router schafft unakzeptable wirtschaftliche und Cyber‑Sicherheitsrisiken“.
- Es wird darauf hingewiesen, dass solche Geräte mit den Cyberangriffen Volt, Flax und Salt Typhoon in Verbindung standen, die auf kritische US-Infrastruktur abzielen.
Warum ist das wichtig?
Router sind Schlüsselkomponenten für Wirtschaft und Verteidigung des Landes. Die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern gilt nicht mehr als akzeptabel.
Aktuelle Schwachlagesituation
- In letzter Zeit wurden zahlreiche Sicherheitslücken in Routern entdeckt, was sie zu beliebten Zielen für Hacker und Botnetze macht.
- Ein großer Akteur auf dem US-Markt ist das chinesische Unternehmen TP‑Link, das bei Konsumentenmodellen dominiert. Die amerikanischen Behörden haben bereits einen Importverbot aus Sicherheitsgründen in Betracht gezogen.
Problem des „lokalen Produktions“
Es ist unklar, wie die reine Herstellung von Routern in den USA ihre Sicherheit verbessern würde. Im Fall der Hackergruppe Volt Typhoon waren hauptsächlich US-Marken Cisco und Netgear betroffen. Nach dem Einstellung dieser Modelle erhielten sie keine Sicherheitsupdates mehr, was zu erhöhten Schwachstellen führte.
Somit führt die FCC eine strenge Kontrolle des Imports neuer Router ein, um potenzielle Bedrohungen für die nationale Sicherheit zu reduzieren, obwohl die Wirksamkeit der „lokalen Produktion“ weiterhin fraglich bleibt.
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