HP hat ein eigenes GPT-Modell in Laptops integriert, um den Nutzern dabei zu helfen, ihre Arbeitsproduktivität zu steigern.
HP startet sein eigenes lokales KI-System HP IQ
Das Unternehmen Hewlett Packard kündigte die Einführung einer neuen künstlichen Intelligenz-Plattform – HP IQ, an, die direkt auf HP-Geräten läuft und keine ständige Cloud-Verbindung erfordert.
Was das System umfasst
1. Großer Sprachmodell
- Ermöglicht Chatgespräche, Textgenerierung und Beantwortung von Fragen.
2. Sekretär‑Assistent
- Nutzt die Mikrofone des Laptops zur Aufzeichnung von Meetings und erstellt anschließend automatisch Tagesordnungspunkte und Zusammenfassungen.
3. HP NearSense
- Zeigt eine Liste der Kollegen im selben Raum, ermöglicht das schnelle Übertragen von Dateien per Drag & Drop und verbindet sich mit dem HP Poly-Konferenzsystem.
Technische Anforderungen
- Der Early‑Access-Launch startet Frühjahr 2026.
- Erforderlich sind neue EliteBook- oder ProBook‑Modelle 2026 mit der Aufschrift „PC mit künstlicher Intelligenz“ und mindestens 24 GB RAM.
- Geplant ist die Erweiterung auf weitere HP-Laptops, Desktop-PCs und Poly Studio‑Panels bis zum Sommer; neue Geräte mit IQ erscheinen in der zweiten Jahreshälfte.
Demonstration von Funktionen
1. Dokumentenanalyse – ein Vertreter hat eine vertrauliche Datei hochgeladen und den Bot (basierend auf GPT‑OSS‑20B von OpenAI) gebeten, sie zu analysieren und einen Bericht über die Vorstandssitzung zu schreiben. Der Bot erledigte beide Aufgaben schnell und ausführlich.
2. Meeting-Aufzeichnung – gezeigt wurde, wie HP IQ Präsenzmeetings über die Laptop-Mikrofone aufzeichnet und die Aufnahmen in Aktionspunkte und Zusammenfassungen umwandelt.
Datenschutz
- Brown (Leiter der HP IQ-Produktabteilung) rät dazu, die Zustimmung aller Meeting‑Teilnehmer einzuholen.
- HP IQ speichert keine Audiodateien, daher kann es keine vollständigen Transkripte bereitstellen, was die Möglichkeiten einiger Nutzer einschränkt.
NearSense-Funktionen
- Ermittelt Kollegen im selben Raum über Wi‑Fi, Bluetooth und Mikrofon.
- Ermöglicht das Senden von Dateien mit einem Klick und die Verbindung zu HP Poly-Konferenzen.
- In Zukunft ist der Druck auf benachbarte Drucker, die Kopplung mit Headsets und die Bildschirmübertragung auf externe Displays geplant.
Technologischer Ansatz
HP nutzt Wi‑Fi-, Bluetooth- und Mikrofon-Sensoren für eine präzise Standortbestimmung der Nutzer. Das Unternehmen behauptet, dass das System einen Menschen im Raum von jemandem hinter einer Glaswand unterscheiden kann, dank „Raumkartierung“.
Entwicklungsplan
- In den nächsten drei Jahren wird HP IQ erweitert: Die nächste Richtung ist die Kompatibilität mit Android-Geräten, wodurch Millionen von Telefonen lokale Dateifreigabe‑ und Konferenzfunktionen nutzen können.
- Das GPT‑OSS‑20B-Modell wurde im September 2025 trainiert. Für aktuelle Informationen (Wetter, Börsenkurse) greift es auf das Internet zu; IT-Abteilungen können diesen Modus deaktivieren.
Fazit
Matt Brown betont, dass HP IQ bestehende Tools ergänzt und Benutzern ermöglicht, Daten sicher lokal direkt an ihren PCs zu verarbeiten. Das macht KI‑fähige Geräte wertvoller und funktionaler für Arbeitsprozesse.
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