Grund für die Preissteigerung bei SSDs: Phison verlangt nun Vorauszahlung für Controller

Grund für die Preissteigerung bei SSDs: Phison verlangt nun Vorauszahlung für Controller

11 hardware

Krisis der Speicher in Zeiten von KI-Booms

Künstliche Intelligenz beschleunigt die Nachfrage nach Solid-State-Medien und schafft einen Mangel an NAND-Chips. Als Reaktion prüfen Hersteller von SSD‑Controllern und Modulen selbst die Lieferbedingungen: es steigt die Forderung nach Vorauszahlung und beschleunigten Zahlungen.

Phison – Controller für SSD
- Geschäftsmodell

Phison verkauft Partnern „Halbfertigprodukte“ (Controller + Flash-Speicher), die Kunden beim Zusammenbau von SSDs verwenden.

- Neue Bedingungen

In Zeiten des Chipmangels hat das Unternehmen angekündigt, nun entweder eine vollständige Vorauszahlung oder beschleunigte Zahlungen für Lieferungen zu verlangen. Das soll die Materialbeschaffung besser planen und die operative Flexibilität erhöhen.

- Finanzergebnis

Durch den Anstieg der Nachfrage nach KI‑Ausrüstung steigerte Phison im Januar seinen Umsatz fast dreifach gegenüber dem Vorjahr, erreichte Rekordwerte von $331 Mio (Wachstum um 20 % gegenüber dem vorherigen Quartal).

Situation bei NAND-Herstellern
- Neue Praktiken

Die meisten Unternehmen, die NAND-Chips produzieren, verlangen nun Vorauszahlungen. Zum Beispiel bietet SanDisk Kunden an, eine vollständige Vorauszahlung für ein Jahr oder drei Jahre zu leisten.

- Langfristige Verträge

Das Management von SanDisk kündigte den Übergang zu mehrjährigen Vereinbarungen (bis zu fünf Jahren) an, da Kunden bereits Aufträge bis 2028 platzieren. Es wird erwartet, dass in diesem Jahr der Hauptmarkt für NAND die Server‑Segmente mit einem Wachstum von 25 % bis 60 % sein werden.

- Kioxia

Prognosen gehen davon aus, dass der Gewinn von Kioxia im ersten Quartal fast um das 26-fache auf $2,2 Mio steigen wird. Aufträge für NAND in Servern decken den gesamten folgenden Jahr und sogar 2028 ab. Die Kapitalausgaben des Unternehmens sollen um 24 % erhöht werden, um die Produktion von Speicher zu erweitern, der im KI-Bereich gefragt ist. Der steigende Preis für DRAM zwingt Kioxia jedoch dazu, neue Lieferanten zu suchen und einen Teil der Kosten an Kunden weiterzugeben.

Fazit:

Der Mangel an NAND‑Chips zwingt Hersteller dazu, ihre Zahlungsbedingungen – von Vorauszahlungen bis hin zu beschleunigten Zahlungen – zu ändern und auf längere Verträge umzusteigen. Dies verschärft die finanzielle Belastung sowohl für Lieferanten als auch für deren Kunden, eröffnet aber gleichzeitig Möglichkeiten zur Optimierung der Lieferketten angesichts des raschen Wachstums des KI‑Marktes.

Kommentare (0)

Teile deine Meinung — bitte bleib höflich und beim Thema.

Noch keine Kommentare. Hinterlasse einen Kommentar und teile deine Meinung!

Um einen Kommentar zu hinterlassen, melde dich bitte an.

Zum Kommentieren anmelden