Google hat Telefone darauf trainiert, den Herzschlag mithilfe der Frontkamera zu messen.
Google hat eine Methode entwickelt, um den Puls über die Frontkamera eines Smartphones zu messen
Das Unternehmen kündigte eine neue Technologie namens *passives Herzfrequenz-Monitoring* (PHRM) an. Mit ihr lässt sich die Herzfrequenz bestimmen, indem man einfach in die Selfie-Kamera schaut. Das eröffnet die Möglichkeit, herkömmliche Fitness-Uhren und Armbänder durch dasselbe Gerät zu ersetzen, das bereits bei den meisten Menschen vorhanden ist.
Wie PHRM funktioniert
1. Start – der Nutzer entsperrt das Telefon mit Gesichtserkennung.
2. Aufnahme – gleichzeitig beginnt die Aufnahme eines kurzen Videos (8 Sekunden).
3. Analyse – ein Machine‑Learning-Algorithmus verarbeitet Farbveränderungen der Haut im Gesicht, verursacht durch den Blutfluss, und berechnet den Puls.
Diese Schwingungen sind zu klein, um sie mit dem bloßen Auge wahrzunehmen, aber moderne Smartphones können sie dank hoher Bildraten und präziser Kameras erfassen.
Warum das wichtig ist
- Wearables (Fitness-Armbänder, Smartwatches) werden seltener gekauft als Smartphones.
- Wenn der Puls direkt aus dem Telefon gelesen werden kann, müssen Nutzer kein separates Gerät tragen.
- Die Technologie hat bereits hohe Genauigkeit gezeigt: Der Unterschied zu den Daten des Fitbit Charge 6 beträgt nur 5 Schläge pro Minute.
Wie das System getestet wurde
Messwert | Daten | Anzahl Videos | Mehr als 350 000 | Teilnehmer | 700 Freiwillige | Hautfarbe | Inkludiert Menschen mit unterschiedlichen Tönen, einschließlich dunkler Haut | Realbedingungen | Die Teilnehmer trugen ECG und Fitbit für eine Woche
Trotz guter Ergebnisse ist PHRM noch nicht perfekt:
- Dunkle Haut kann die Genauigkeit manchmal verringern.
- Kopfbewegungen, Gespräche und andere alltägliche Aktivitäten können Fehler verursachen.
- Datenschutz – Google löst das Problem, indem es Daten lokal auf dem Gerät verarbeitet und Gesichtserkennung zur Authentifizierung nutzt.
Was kommt als Nächstes?
PHRM bleibt ein Forschungsprojekt, aber die Perspektiven sind klar: Smartphones könnten die Herzfrequenz ohne zusätzliche Geräte überwachen. Das würde die Kontrolle der Herzgesundheit für eine breite Öffentlichkeit zugänglicher machen.
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