Google hat es Apple erlaubt, die Gemini‑Modelle zu destillieren, damit sie direkt auf dem iPhone und Mac laufen.

Google hat es Apple erlaubt, die Gemini‑Modelle zu destillieren, damit sie direkt auf dem iPhone und Mac laufen.

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Apple und Google: neue Details zur KI-Zusammenarbeit

Letzte Woche berichtete Bloomberg-Journalist Mark Gurman darüber, was man von Siri in iOS 27 erwarten kann. Gleichzeitig tauchten konkretere Informationen über die Allianz zwischen Apple und Google im Bereich der künstlichen Intelligenz auf, einschließlich Fragen der Kontrolle über Gemini-Modelle.

Was hat sich im Partnerschaftsverhältnis geändert?
- Tiefer als erwartet – die Partnerschaft erwies sich als „tiefgreifender“, als Experten gedacht hatten.
- Größere Freiheit für Apple – das Unternehmen erhielt wesentlich mehr Möglichkeiten, mit Googles Technologien zu arbeiten, als zuvor angenommen wurde.
- Voller Zugriff auf Gemini – Apple kann nun Gemini‑Modelle in eigenen Rechenzentren nutzen und sie an eigene Bedürfnisse anpassen.

Die Quelle aus The Information bemerkte: „Apple hat vollen Zugang zum Gemini-Modell in seinen Rechenzentren. Das ermöglicht dem Unternehmen kompaktere Versionen zu erstellen, die spezifische Aufgaben erfüllen oder so klein sind, dass sie direkt auf Apple-Geräten laufen können, wodurch die Anfragenverarbeitung beschleunigt wird.“

Wie funktioniert das?
Der Prozess der Erzeugung abgeleiteter Modelle heißt Distillation.

- Ein „Lehrmodell“ überträgt Wissen an kompaktere und optimierte Algorithmen.
- Kompakte Modelle arbeiten schneller und benötigen weniger Ressourcen, was sie für die lokale Nutzung auf Benutzern Geräten geeignet macht, im Gegensatz zu großen Modellen, die üblicherweise in der Cloud laufen.

Da Apple vollen Zugriff auf Gemini hat, können zukünftige Modelle die internen Berechnungen von Gemini „lernen“ und sein Verhalten imitieren. Das erhöht die Effizienz des Trainings und ermöglicht es, kleinere Modelle zu schaffen, die in ihrer Leistung den eigenen „Lehrern“ nahekommen, aber deutlich weniger Rechenleistung verbrauchen.

Was bleibt unbekannt?
- Apples Ziele – der Prozess kann komplex sein, da Siri‑Aufgaben nicht immer mit der Spezialisierung von Gemini übereinstimmen.
- Eigene KI‑Modelle – das Unternehmen entwickelt weiterhin eigene Lösungen, jedoch sind deren konkrete Ziele und Zeitpläne noch nicht bekannt.

Was erwartet man auf dem WWDC?
Apple plant, im Juni beim WWDC ein bedeutendes Update für Siri vorzustellen. Es wird erwartet, dass der Sprachassistent:

1. Frühere Gespräche erinnern kann – die kontextuelle Unterstützung verbessern.
2. Proaktive Funktionen unterstützen – z. B. empfehlen, das Haus früher zu verlassen, um Staus zu vermeiden und rechtzeitig zum Flughafen oder Bahnhof zu gelangen, wenn der Nutzer eine Reise plant.

Damit eröffnet die Zusammenarbeit mit Google Apple neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung von Siri, macht sie intelligenter und benutzerfreundlicher.

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