Google demonstriert die Benutzeroberfläche von AR-Brillen auf Android XR und erläutert die Prinzipien ihrer Entwicklung

Google demonstriert die Benutzeroberfläche von AR-Brillen auf Android XR und erläutert die Prinzipien ihrer Entwicklung

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Neuer Blick auf Android XR: Wie Google und Samsung sich auf die Masseninführung von Smart‑Gläsern vorbereiten

In diesem Jahr ist ein echter „Aufschwung“ der Geräte mit dem Betriebssystem Android XR geplant, die von künstlicher Intelligenz gesteuert werden und transparente Displays besitzen. Google und Samsung arbeiten bereits daran, die ersten Modelle solcher Brillen auf den Markt zu bringen.

1. Neuinterpretation des App‑Designs
Google hat die wichtigsten Regeln für die Erstellung von Programmen für XR‑Geräte formuliert. Diese Prinzipien unterscheiden sich deutlich von denen, die Entwickler und Nutzer traditioneller Android kennen:

* „Abstand eines ausgestreckten Arms“ – Elemente werden so platziert, als wären sie innerhalb eines Meters vom Auge entfernt.

* Fokusierung und Hintergrundunschärfe – anstelle mehrerer Farbmischungen legt Google den Schwerpunkt auf die Verschiebung des Fokus des Displays. Das erhöht die Lesbarkeit von Texten und simuliert natürliche Sehmechanismen des Menschen.

2. Glimmer – Bibliothek für Jetpack Compose
Die Designer von Google haben Glimmer vorgestellt – eine Sammlung von Komponenten, die speziell für transparente Bildschirme von Smart‑Gläsern entwickelt wurden:

* Die Basis bilden *transparente Elemente*, die sich von dem unterscheiden, was in Apple VisionOS gesehen wurde (getöntes und mattes Glas).

* Helle Farben mit Schatten werden verwendet, um ein „Ohrhörer“-Effekt – unerwünschte Leuchtungen rund um dunkle Objekte – zu vermeiden.

* Für die Schaffung einer visuellen Hierarchie kommen Schatten unterschiedlicher Intensität zum Einsatz: eine dickere und dunklere Kontur an der Taste unter einer Popup‑Nachricht macht sie als nächstes Objekt im offenen Raum sichtbar.

3. Neuer Ansatz für Materialien
Im Gegensatz zum üblichen Material Design, wo helle Farben und opake Hintergründe dominieren, entwickelt Google ein „neutrales Erscheinungsbild“:

* Dunkle Töne werden vermieden, um die passive Sicht nicht zu stören.

* In den Interfaces werden helle Elemente mit weichen Schatten verwendet.

* Die Schriftart Google Sans wurde durch eine runde Version ersetzt, die die Lesbarkeit auch bei einem gesättigten Hintergrund erhöht.

4. Benachrichtigungen und UX
Smart‑Gläser unter Android XR sind für den Außenbereich konzipiert. Google empfiehlt Entwicklern, sanfte Benachrichtigungen zu implementieren, die erscheinen und verschwinden, ohne dass beim Bewegen des Nutzers ein abruptes Unschärfe-Effekt entsteht:

* Solche „weichen“ Hinweise rufen Aufmerksamkeit hervor, statt aufzuzwingen.

* Beispiele für Interface‑Elemente wurden bereits in Figma veröffentlicht.

Ergebnis
Google und Samsung streben danach, XR‑Geräte zu schaffen, die natürlich aussehen und bequem zu benutzen sind. Der neue Satz von Designprinzipien, die Bibliothek Glimmer und der Verzicht auf das übliche Material Design machen den Weg zur Masseninführung von Android XR für Entwickler verständlicher und zugänglicher.

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