Frankreich wird von Windows zu Linux in staatlichen Systemen wechseln und auf amerikanische Softwareprodukte verzichten

Frankreich wird von Windows zu Linux in staatlichen Systemen wechseln und auf amerikanische Softwareprodukte verzichten

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Frankreich kündigt den Wechsel zu Linux an

Das französische Ministerium für digitale Technologie (DINUM) hat den Plan bestätigt, von Windows auf Linux in staatlichen Systemen umzusteigen. Bis Herbst 2026 müssen alle Ministerien Pläne zur Ablehnung „nicht-europäischer“ Softwarelösungen in Schlüsselbereichen der IT-Infrastruktur vorlegen: Betriebssysteme, Kollaborationstools, Cybersicherheit, KI, Datenbanken, Virtualisierung und Netzwerkausrüstung.

Zielsetzungen

DINUM hat mehrere konkrete Produkte ausgewiesen:

- Tchap – Messaging-Dienst;

- Visio – Ersatz für Zoom;

- FranceTransfer – Dokumentenübertragungssystem.

Im Juni 2024 sind erste Treffen geplant, bei denen das Format der Zusammenarbeit zwischen Staat und Privatwirtschaft zur Umsetzung der Übergangsstrategie festgelegt wird.

Warum es wichtig ist
Der französische Schritt signalisiert deutlich, dass europäische Regierungen von einzelnen Ersatzlösungen zu einem umfassenderen Verzicht auf amerikanische Technologien (Windows, Microsoft Office, Zoom, Google Docs) übergehen. Die Europäische Union hat in den letzten Jahren die Regulierung der größten Technologiekonzerne verstärkt und Ideen des digitalen Souveränitätskampfes vorangetrieben.

- 2025 – Frankreich beschuldigte die USA, Versuche zu unternehmen, die Anwendung des Digital Services Act (DSA) und des Digital Markets Act (DMA) zu untergraben, die große Akteure wie Apple dazu verpflichten, Regeln für offene Systeminteroperabilität und fairen Wettbewerb einzuhalten.

- Offenheit und Kompatibilität bleiben zentrale Themen europäischer Initiativen. In Reaktion darauf führen Frankreich und andere Staaten schrittweise Open‑Source-Lösungen ein, die nicht von amerikanischen Giganten abhängig sind.

Reihenfolge der Übergänge
Datum Ereignis
März 2025 Frankreich und Deutschland stellten Docs vor – eine Alternative zu Google Docs für die Zusammenarbeit ohne Cloud-Anbindung.
Später 2025 Schleswig-Holstein kündigte den Wechsel zu LibreOffice statt Microsoft Office an.
Oktober 2025 Der Internationale Strafgerichtshof meldete den Wechsel zu OpenDesk.
Januar 2026 Frankreich kündigte den Wechsel zu Visio (Ersatz für Zoom) an.
März 2026 Das europäische Konsortium stellte Euro‑Office vor – eine eigene Version von OnlyOffice.

Wachsende Interesse an Linux
Mit der zunehmenden Spannung um Microsoft und andere amerikanische Technologiekonzerne in Europa hat sich die Nachfrage nach Linux-Systemen verstärkt. Zu den beliebten Distributionen, die weiterhin Unterstützung erhalten:

- Fedora
- ParrotOS
- Tiny Core Linux
- elementary OS
- Kali Linux

Darüber hinaus haben sich die Gaming-Möglichkeiten unter Linux deutlich verbessert: Bazzite und CachyOS können die meisten Windows-Spiele ausführen, oft mit höherer Leistung.

Fazit: Frankreich hat das Ziel gesetzt, bis 2026 vollständig auf Open‑Source-Lösungen umzusteigen, was den allgemeinen Trend europäischer Länder zu digitaler Souveränität und zum Verzicht auf amerikanische Technologien widerspiegelt.

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