Figurenroboter haben den Raum zusammengestellt und ein Bett im Video aufgebaut.
Figure demonstriert die synchronisierte Arbeit von zwei menschenähnlichen Robotern
Das amerikanische Unternehmen Figure zeigte ein Video, in dem zwei seiner Roboter einen Raum betreten, verstreute Gegenstände sammeln und das Bett beziehen – alles innerhalb weniger als zwei Minuten.
Wie haben sie es geschafft?
- Koordination ohne zentralen Controller
Die Roboter nutzen keinen gemeinsamen Planer oder eine direkte Kommunikationsleitung. Stattdessen „kommunizieren“ sie durch einfache Kopfnicken, beobachten einander über ihre eigenen Kameras und interpretieren die Absichten anhand der Bewegungen des Partners.
- Kontinuierliche Anpassung
Mit jeder Aktion veränderte sich die Szene: Gegenstände wurden verschoben, das Bettzeug dehnte sich aus. Die Maschinen korrigierten kontinuierlich Greif, Pose und Trajektorie, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.
Besondere Herausforderung – Arbeit mit dem Bettzeug
Das Bettzeug hat keine feste Geometrie, daher müssen die Roboter die Bewegungen des anderen vorhersagen und ständig den Griff sowie die Körperposition ändern. Dafür wurde das Modell Helix‑02 für Aufgaben der gemeinsamen Reinigung und des Bügelns von Wäsche angepasst.
Neue Möglichkeiten des Helix System AI
- Ganzkörpersteuerungsmechanismen
Jetzt nutzen die Roboter Daten aus seitlichen Stereo-Kameras, wandeln RGB-Bilder in Echtzeit-3D-Modelle um. Das ermöglicht ihnen gleichzeitig „zu sehen“ und „zu fühlen“, wie die Oberfläche bei Bewegung ist.
- Verbesserte Navigation
Dadurch bewältigen sie besser unebene Gelände, Treppen und wechselnde Beleuchtung, bleiben dabei stabil sogar unter schwierigen Bedingungen.
Training und Transfer in die Realität
Das System wurde durch Verstärkungslernen in einer Computersimulation trainiert, wobei ein breites Set zufälliger Landschaften verwendet wurde. Beim Übergang zu realen Bedingungen war keine zusätzliche Kalibrierung nötig – die Architektur gewährleistete bereits zuverlässige Funktionsweise der Roboter in verschiedenen Umgebungen.
So demonstrierte Figure, wie zwei autonome menschenähnliche Roboter ihre Aktionen effektiv ohne zentrale Steuerung koordinieren können, indem sie nur visuelle Signale und eigene Sensoren nutzen.
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