Europa strebt erneut nach seinem eigenen „Schottland“: die deutsche Unterstützung des Projekts VORTEX, eines französischen Weltraumplans, wurde bestätigt.

Europa strebt erneut nach seinem eigenen „Schottland“: die deutsche Unterstützung des Projekts VORTEX, eines französischen Weltraumplans, wurde bestätigt.

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Europa kehrt zum Weltraum zurück: der neue europäische Kosmoplan VORTEX‑S

*Der Wettlauf ins All ist nicht mehr zu Gunsten Europas, aber europäische Unternehmen kämpfen weiter um die Wiederherstellung ihrer Positionen. Ein Schlüsselelement der Strategie wird die Entwicklung von wiederverwendbaren Kosmoplans – kleinen Shuttle, die mit Raketen gestartet und zur Erde zurückkehren können – sein.*

1. Was gibt es Neues?
Das französische Dassault Aviation kündigte vor einem Jahr ein Kosmoplanprojekt an. Kürzlich hat sich das deutsche Unternehmen OHB SE angeschlossen, und Verhandlungen laufen mit weiteren europäischen Partnern. Das Projekt wird somit „europäisch“ und erhält den Namen VORTEX‑S.

- Dassault Aviation ist für Design und Produktion des Kosmoplans verantwortlich.
- OHB SE entwickelt ein Servicemodul, das das Shuttle mit der Trägerrakete verbindet und zusätzliche Funktionen hinzufügt (z. B. autonome Wartung von Satelliten).

2. Technische Daten
Parameter | VORTEX‑S | VORTEX‑C (Transport) | VORTEX‑H (Bepilotet)
---|---|---|---
Länge | ~8 m | 12 m | 12 m
Flügelspannweite | ~7 m | 7 m | 7 m

- Die Flügel sind nicht zusammenklappbar, daher wird der Kosmoplan ohne Auftriebswiderstand gestartet.
- Durch die Abmessungen ist VORTEX‑S etwa ein Drittel kleiner als seine „Brüder“.

3. Fähigkeiten und Missionen
VORTEX‑S wird als vielseitige Orbitalplattform neuer Generation positioniert:

1. Transport von Fracht zu orbitalen Stationen.
2. Autonome Flüge im freien Modus.
3. Satelliteninspektion und „Interventionsoperationen“ in der Umlaufbahn.
4. Möglichkeit militärischer Aufgaben (laut Dassault).
5. Nach Abschluss einer Mission sanfte Rückkehr zur Erde mit Beschleunigung bis 2 g, die eine sichere Lieferung zerbrechlicher Fracht ermöglicht.

Die Architektur von VORTEX ist näher an amerikanischen Kosmoplans wie dem Boeing X‑37B und Dream Chaser als am klassischen Space Shuttle. Das macht ihn flexibler und für verschiedene Aufgaben geeignet.

4. Entwicklungsplan
1. Demonstrator VORTEX‑D
- Experimentelles Gerät im Maßstab 1:3.
- Prüfung von Aerodynamik, Wärmedämmung und orbitalen Manövern.
- Im April 2026 wählte Dassault die spanische Firma Arkadia Space für die Entwicklung der Triebwerksanlage des Demonstrators (kleine Schubkraft zur Orbitkorrektur).

2. Vollskaliger VORTEX‑S
- Geplant für den Start in den 2030er Jahren als regelmäßige Plattform.

3. Fracht- und bepilotete Versionen
- Erwartet nach der Mitte der 2030er Jahre.

5. Warum das wichtig für die EU ist
- Wiederherstellung von Erfahrung, die nach dem Ende des Hermes‑Programms verloren ging.
- Reduzierung der Abhängigkeit von amerikanischen Weltraumsystemen (NASA, SpaceX usw.).
- Schaffung eigener wiederverwendbarer orbitaler Flugzeuge mit Möglichkeit sowohl wissenschaftlicher als auch militärischer Aufgaben.

Fazit: VORTEX‑S ist ein Schritt Europas zur Unabhängigkeit im Weltraum. Wenn der Demonstrator 2028 erfolgreich fliegt, kann Europa in wenigen Jahren regelmäßig eigene wiederverwendbare Shuttle starten und Fracht sowie Menschen zurück zur Erde bringen – ohne große Kosten.

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