Eine neue Kryptowährungswinter hat den Markt aus dem Gleichgewicht gebracht – selbst die sichersten Investoren sind verwirrt.

Eine neue Kryptowährungswinter hat den Markt aus dem Gleichgewicht gebracht – selbst die sichersten Investoren sind verwirrt.

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Der Kryptowährungsmarkt erlebt die schlechteste Woche seit drei Jahren

In den letzten sieben Tagen ist Bitcoin um fast 16 % gefallen und erreichte einen Wert von $70 008, wodurch er mehr als eineinhalb Dutzend Prozent unter dem Oktoberrekord von $126 273 liegt.

Ethereum sank um 24 % auf $2 052 und hat damit etwa 59 % seines Höchstwertes verloren.

Trotz eines plötzlichen Preisanstiegs am Freitag war die Gesamtentwicklung der Woche äußerst negativ. Wie *The Wall Street Journal* feststellt, können selbst die einflussreichsten Befürworter von Kryptowährungen nicht zu einer einheitlichen Erklärung für den Absturz gelangen.

Was früher geschah
In vergangenen Perioden identifizierten Investoren schnell die Ursache der Krise:

* 2018 – „Blase“ bei ICOs zerschmetterte den Markt.
* 2022 – Der Zusammenbruch von FTX, ausgelöst durch das Einreißen von TerraUSD und Luna, führte zu einem Verlust von $40 Mrd.

In der aktuellen Situation betonte Michael Novogratz (Chef von Galaxy Digital) das Fehlen einer klaren Ursache oder eines Auslöser für die Verkäufe.

Beliebte Theorien zur Ursache des Absturzes
1. Wechsel der Interessen der Händler

Anthony Pompliano von ProCap Financial weist darauf hin, dass Marktteilnehmer sich auf alternative Vermögenswerte im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen (ML) verlagert haben.

2. US-Finanzpolitik

Kevin Warsh – Trumps Kandidat für die Leitung der Fed, bekannt als Befürworter einer strengen Geldpolitik und Stärkung des Dollars. Der Markt nimmt ihn als Druckfaktor auf Kryptowährungen wahr.

3. Regulatorische Verzögerungen

Die Ungewissheit um das *Clarity Act* (Gesetz zur Transparenz von digitalen Vermögenswerten) im Kongress sowie die Meinungsverschiedenheiten zwischen Krypto-Börsen und traditionellen Banken haben den Regulierungsprozess verlangsamt.

Mögliche Erholung
Analysten sind der Ansicht, dass sich der Markt schneller erholen könnte als bei früheren Krisen:

* Jasper De Maere (Wintermute) weist auf eine robuste Infrastruktur von Kryptowährungen und das Fehlen großer Insolvenzen hin.
* Stablecoins erweitern weiterhin ihre Popularität, und das institutionelle Interesse verschwindet nicht – es hat lediglich vorübergehend nachgelassen.

In der Zwischenzeit kündigte Michael Saylor, Eigentümer des Unternehmens Strategy, einen Quartalsverlust von $12 Mrd aufgrund der Abwertung von Bitcoin an. Bei einem Investorentreffen forderte er dazu auf, mindestens vier Jahre im Planungszeitraum zu betrachten und betonte das langfristige Potenzial digitaler Vermögenswerte.

Fazit:

Die Woche endete mit einem starken Rückgang der Hauptkryptowährungen, aber die Gründe bleiben unklar und werden in mehreren Richtungen diskutiert. Inzwischen sehen Experten Perspektiven für eine schnelle Erholung dank einer stabilen Infrastruktur und anhaltendem Interesse von institutionellen Investoren.

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