Eine kalifornische Firma hat einen Kopfschmuck entwickelt, der es ermöglicht, Gedanken zu lesen, ohne das Gehirn zu schädigen
Ein kalifornisches Start-up namens Sabi startet eine „Gedankenlesende Mütze“
Für die meisten Menschen klingt die Idee des Gehirn-Chippings wie ein Horrorfilm, aber in manchen Fällen wird sie zur Notwendigkeit – zum Beispiel für Patienten mit Wirbelsäulenverletzungen. Auch gesunde Menschen können von Neuroimplantaten profitieren: Sie erleichtern den Umgang mit Computern, KI und allgemeiner Elektronik. Das größte Hindernis ist die chirurgische Eingriff bei der Installation der Sensoren; ohne „Kopfloch“ wäre dieser Ansatz unmöglich.
Neulich tauchte das kalifornische Start-up Sabi aus dem Schatten auf (wie Wired berichtet). Das Unternehmen hat eine nicht-invasive Gehirn‑Computer-Schnittstelle entwickelt, die wie ein gewöhnlicher Strickhut oder ein Baseballcap aussieht. Das Gerät liest einen mentalen Monolog und wandelt ihn in Text auf dem Bildschirm um, sodass der Nutzer „schreiben“ kann, ohne Worte zu sprechen. Dadurch wird die Interaktion mit Technik direkt und intuitiv, was den Weg für neue „Cyborge“ ebnet.
Wie die Technologie funktioniert
Sabi nutzt klassische Elektroenzephalographie (EEG). Im Inneren des Hutes befinden sich 70 000 bis 100 000 winzige Sensoren, die die elektrische Aktivität des Gehirns durch Haut und Knochen erfassen. Diese große Anzahl von Sensoren kompensiert die Schwäche der Signale, die normalerweise nur mit 10–100 Sensoren in einer traditionellen EEG erfasst werden.
Doch selbst dieselbe gedankliche Phrase erzeugt bei verschiedenen Menschen unterschiedliche EEG‑Muster. Damit die „Mütze“ „aus der Box“ funktioniert, rekrutieren die Entwickler Hunderte Freiwilliger und nutzen künstliche Intelligenz, um Daten zu sammeln und das System exakt auf den jeweiligen Nutzer abzustimmen.
Ziele und Zeitplan
Das nächstliegende Ziel des Start-ups ist es, ein System zu schaffen, das mentale Sprache mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 Wörtern pro Minute dekodieren kann. Mit der Anpassung an das Gehirn sollten die Tippgeschwindigkeiten steigen. Sobald Menschen sehen, dass sie ohne chirurgische Eingriffe mit Computern kommunizieren können, werden sie bereit sein, sich in die Warteliste für die Neuerung einzureihen.
Das Unternehmen hat bereits Investitionen von Khosla Ventures erhalten und plant, die „Gedankenlesende Mütze“ bis zum Ende des laufenden Jahres zu verkaufen. Zusätzlich wird eine Variante mit Sensoren in einer Baseballcap entwickelt. Bisher gibt es keine Prototypen oder Demonstrationsvideos, was Skepsis bei Kritikern hervorruft, aber Investoren haben wahrscheinlich bereits erste Ergebnisse gesehen.
Kurz gesagt: Sabi bietet einen revolutionären Weg der Mensch‑Computer-Interaktion ohne Operation – einfach den Hut aufsetzen, denken und das System wandelt Gedanken in Text um. Wenn die Technologie den Erwartungen entspricht, könnte sie zu einem Massen-Gadget für alle werden, die schnell und bequem mit digitalen Geräten kommunizieren wollen.
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