Drohnen mit Georadaren werden zur Suche nach Wasserquellen auf dem Mars eingesetzt.
Drohnen mit Georadar können die Auswahl von Bohrstellen auf dem Mars verbessern
Wissenschaftler der University of Arizona, angeführt von Roberto Aguilar, haben gezeigt, dass ein Georadar, an Bord einer Drohne montiert, unterirdische Eislager genau kartieren kann. Als „Testfeld“ wurden die eisigen Masse in Alaska und Wyoming verwendet – terrestrische Analogien zu den martianischen Lagerstätten.
Was wurde gemacht
* Veröffentlichungsdatum – 24. März, Zeitschrift *Journal of Geophysical Research*.
* Technik – Der Georadar an der Drohne erfasste die Dicke des Ablagerungsschichtes über dem Eis und die innere Struktur der eisigen Masse. Dies ist für die orbitalen Radarsysteme nicht zugänglich.
* Experiment – In geringer Höhe über Alaska und Wyoming kartierten die Wissenschaftler die Eisdicke, indem sie Schichten von Gesteinsbrocken in wenigen Fuß Abstand registrierten. Die Genauigkeit wurde durch Feldmessungen, Bohrungen und numerische Modellierung überprüft.
> „Um zu entscheiden, wo man auf dem Mars bohren soll, muss man wissen, ob das gesuchte Eis unter einem Meter Ablagerung oder unter zehn Metern liegt“, erklärte Aguilar, Doktorand der Lunar‑Planetary Laboratory der University of Arizona. – „Genau diese Daten kann ein drohnenbasiertes System liefern.“
Warum das für martianische Missionen wichtig ist
* Aktuelle orbitale Radarsysteme (z. B. SHARAD auf dem *Mars Reconnaissance Orbiter*) haben die Existenz großer Eisvorräte unter Gesteins- und Staubschichten in den mittleren Breiten des Mars bestätigt.
* Sie bestimmen jedoch nicht die genaue Tiefe der Eisschicht und die Dicke der Ablagerung – Parameter, die für die Planung von Bohrungen entscheidend sind.
> „Wir wussten, dass Georadar funktioniert, aber erstmals haben wir es an einer Drohne installiert und seine praktische Anwendbarkeit getestet“, sagte Aguilar. Er betonte die Notwendigkeit, Höhe, Geschwindigkeit, Richtung relativ zum Eisstrom und Ausrichtung des Radars zu optimieren, um zuverlässige Reflexionen vom Eis zu erhalten.
Wie zukünftiges Reconnaissance aussehen wird
1. Orbitale Raumfahrzeuge identifizieren große potenziell interessante Gebiete.
2. Drohnen mit Georadar verfeinern die Karten, indem sie hochauflösende und präzise Informationen über die Eisdicke und Ablagerungsdicke liefern.
3. Bodeneinsätze (Marsrover, Bohranlagen) führen das finale Bohren und die Analyse durch.
Ein solcher mehrstufiger Ansatz reduziert Risiken und erhöht die Wahrscheinlichkeit, die vielversprechendsten Punkte für Forschung und Ressourcengewinnung auszuwählen.
Warum das nicht nur für die Wissenschaft wichtig ist
* Wassereis – Archiv vergangener klimatischer Bedingungen des Mars.
* Für zukünftige Astronauten könnte es eine Quelle für Trinkwasser, Sauerstoff und sogar Rohstoffe für die Landwirtschaft sein.
* Die genaue Standortwahl erhöht auch die Chancen, Spuren von früherem Leben zu entdecken.
Bezug zur Technologie Ingenuity
Die Idee baut auf der Erfahrung des NASA‑Hubschraubers *Ingenuity* auf, der bewiesen hat, dass motorisierte Flüge in der dünnen Marsatmosphäre möglich sind. Drohnen mit Georadar schließen die Lücke zwischen den aktuellen orbitalen Beobachtungen und dem zukünftigen bemannten Präsenzaufbau auf der Oberfläche.
> „Wir bauen eine Brücke zwischen heutigen Daten aus dem Weltraum und dem, was Astronauten in Zukunft tun können“, schloss Aguilar. – „Jetzt kann man bereits jetzt die Eisflächen von oben untersuchen.“
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