Disney verlangte von ByteDance die Abschaltung des neuesten Video-Generators Seedance 2.0, der Charaktere aus Star Wars und Marvel kopiert.
Kurz zur Situation
Ein Tag nach dem Start des neuen Modells Seedance 2.0 von ByteDance, das Videos „cinematografischen“ Niveaus erzeugen soll, forderte Disney die Unterlassung der Urheberrechtsverletzung ihrer Figuren an. Hollywood insgesamt unterstützte die Position des Unternehmens.
1. Was Disney als Verletzung betrachtete
* Gegenstand der Beschwerde – die Nutzung urheberrechtlich geschützter Bilder aus den Franchises Star Wars, Marvel und anderen.
* Kern des Vorwurfs – ByteDance, Eigentümer von TikTok, „zeigt“ sein Modell als Mittel zur Kopie von Disney‑Intellectual Property ohne Zustimmung.
Der Disney-Anwalt David Singer schrieb in einem Brief an den General Counsel von ByteDance, John Rogovin, dass Seedance die Figuren von Disney reproduziert, verbreitet und abgeleitete Werke erstellt, ohne Erlaubnis.
* Schlüsselpunkt – die festgestellten Verstöße stellen nur einen „kleinen Teil des Problems“ dar, da das Modell erst seit wenigen Tagen verfügbar ist.
Im Schreiben werden konkrete Beispiele genannt: Videos mit Spider‑Man (Marvel), Darth Vader und Grogu (Star Wars) sowie Peter Griffin („The Simpsons“). Nutzer veröffentlichen solche Clips bereits aktiv in sozialen Netzwerken.
2. Reaktion Hollywoods
Die American Film Industry Association (MPA) – Vorsitzender Charles Rivkin forderte ByteDance auf, die Verstöße sofort einzustellen. Die Human Artistry Campaign (SAG‑AFTRA, Directors Guild of America usw.) verlangte von den Behörden, alle rechtlichen Mittel zu nutzen, um diese Praxis zu stoppen.
3. Warum Disney so reagiert
* Es ist Teil einer systematischen Arbeit zum Schutz von KI-Unternehmen: ähnliche Schreiben wurden bereits an Character.AI und Google gesendet, woraufhin beide Unternehmen ihre Aktivitäten angepasst haben.
* Im vergangenen Jahr reichte Disney gemeinsam mit NBCUniversal Klage gegen Midjourney ein, später zusammen mit Warner Bros. Discovery gegen das chinesische MiniMax.
* Trotzdem ist Disney nicht generell gegen KI: Es hat eine Lizenzvereinbarung mit OpenAI abgeschlossen und 1 Million US-Dollar investiert.
Fazit:
ByteDance, als Eigentümer von TikTok, steht unter rechtlichem Druck seitens Disney und der Branche nach dem Start von Seedance 2.0, weil das Modell Figuren ohne Erlaubnis nutzt. Hollywood ist einheitlich auf die Unterlassung von Urheberrechtsverletzungen und den Einsatz aller verfügbaren Rechtsmittel ausgerichtet.
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