Die Verhandlung im Fall des Raubüberfalls auf hochtechnologische Entwicklungen von TSMC ist abgeschlossen – ein ehemaliger Angestellter droht bis zu 20 Jahren Haft.
Taiwanisches Gericht wird am 27. April ein Urteil im Fall des Industriespionages bei TSMC verkünden – 27 April
Am 27. April plant das taiwanische Gericht, in einem der drei großen Fälle zu entscheiden, die mit dem Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen beim weltweit größten Auftragschiphersteller TSMC zusammenhängen. Der Fall zieht Aufmerksamkeit auf sich, weil erstmals das „Gesetz über nationale Sicherheit“ im Kontext der Halbleiterindustrie angewendet wird.
Wer angeklagt ist
Der Hauptverdächtige ist der ehemalige TSMC-Mitarbeiter Chen Liming (Chen Li‑ming). Er arbeitete in der Leistungsmanagementabteilung und wechselte anschließend zur Marketingabteilung des japanischen Unternehmens Tokyo Electron Taiwan. Nach den Vorwürfen organisierte er mehrere Operationen zum Industriespionage.
Drei zusammenhängende Fälle
Nr. Ereignis Anklagen Mögliche Strafe
12023 Jahr, Liming in Tokyo Electron überzeugte zwei TSMC-Ingenieure, Informationen über die 2‑nm-Prozesse zu übermitteln. Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen, Spionage – bis zu 14 Jahre Haft für Liming; 9 und 7 Jahre – seine Komplizen
X Diebstahl von Daten zur 14‑nm-Technologie + Vernichtung von Beweismitteln. Beteiligung an Diebstählen, Vernichtung von Spuren – bis zu 7 Jahre Haft für Liming; 9 Jahre – Mitautor; bis zu 1 Jahr – Manager bei Tokyo Electron
L3 (Details noch nicht veröffentlicht)——
Rechtliche Besonderheiten
* Die taiwanische Gerichtspraxis erlaubt die Zusammenfassung von Strafen bei verbundenen Anklagepunkten, jedoch beträgt das Gesamtlimit 20 Jahre Freiheitsentzug.
* Der erste der drei Fälle nutzt das „Gesetz über nationale Sicherheit“, was zu einer maximalen Strafe für Liming führen kann.
Verantwortung von Tokyo Electron Taiwan
Das Unternehmen Tokyo Electron Taiwan muss eine Geldstrafe in Höhe von 145 Millionen neuen taiwanesischen Dollar (≈ 4,52 Mio. USD) wegen unzureichender Maßnahmen zur Verhinderung illegaler Aktivitäten zahlen. Der Betrag wurde nach der zweiten Anklage von 120 Millionen auf 145 Millionen erhöht.
Damit wird am 27. April nicht nur das Schicksal eines der Schlüsselverdächtigen entschieden, sondern auch ein wichtiger juristischer Präzedenzfall im Bereich des Schutzes geistigen Eigentums in Taiwan geschaffen.
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