Die USA haben Milliarden in die Unabhängigkeit von China hinsichtlich der seltenen Erden investiert, und das Projekt könnte Jahrzehnte dauern.
China-USA: Kampf um seltene Erden
1. Warum ist das so wichtig? China kontrolliert einen Großteil der weltweiten Lieferketten für seltene Erden (RLM) und nutzt diese Kontrolle aktiv als Instrument geopolitischer Druckmittel gegen die USA und ihre Verbündeten.
- Die USA sind stark von RLM abhängig, insbesondere für die Produktion hochmoderner Elektronik, Verteidigungsausrüstung und Energiesysteme.
2. US‑Strategie: Aufbau alternativer Lieferketten
Schritt Was sie tun Strategische Reserveerstellung Im Rahmen von *Project Vault* ist eine RLM-Reserve in Höhe von 12 Mrd. USD geplant (davon 2 Mrd. USD aus dem privaten Sektor). Ziel ist es, einen Vorrat für 45 Tage zu sichern. Investitionen in Bergbau und Verarbeitung im Ausland In den letzten sechs Monaten hat das Weiße Haus 30 Mio. USD für Investitionen in private Unternehmen bereitgestellt, die sich mit dem Abbau und der Aufbereitung von RLM beschäftigen. Vereinbarungen mit Partnern weltweit In den USA fand ein Forum statt, bei dem Vertreter über 50 Länder (Japan, Südkorea, Indien) zusammenkamen. Dort wurden Wege diskutiert, um China bei RLM-Lieferungen zu umgehen. Kauf von Aktien ausländischer Unternehmen US‑Fonds haben 40 % der Anteile an Glencore in der Demokratischen Republik Kongo erworben (der erste große globale Akteur im Kobalt, wo chinesische Firmen mehr als die Hälfte des Abbaus besitzen). Garantierte Preise Es ist geplant, Mindestkaufpreise festzulegen, um den privaten Sektor zur Erschließung neuer Lagerstätten und zum Bau von Verarbeitungsanlagen zu motivieren.
3. Beschränkungen und Herausforderungen
1. China bleibt führend in der Verarbeitung
- In China werden bis zu 60 % der RLM (Neodym, Praseodym, Dysprosium, Terbium) abgebaut, und 90 % davon verarbeitet dort vor Ort.
- China kontrolliert 94 % des weltweiten Marktes für Permanentmagneten auf Basis von RLM.
2. Zeit- und Kostenaufwand der Entwicklung
- Die Entwicklung einer einzelnen Lagerstätte dauert durchschnittlich 16 Jahre.
- Investitionen in Infrastruktur (Abbau, Verarbeitung) erfordern große Summen und langfristige Planung.
3. Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts Chinas
- Experten prognostizieren, dass China innerhalb von etwa fünf Jahren ein Entwicklungsniveau erreichen wird, um Exportbeschränkungen für RLM aufzuheben.
- Ähnlich viel Zeit wird benötigt, um unabhängige Lieferketten in den USA und ihren Verbündeten aufzubauen.
4. Notwendigkeit einer Überprüfung der Reserve
- Ein 45‑Tage‑Vorrat könnte aufgrund steigender Rohstoffpreise unzureichend sein.
- Für eine nachhaltige Autonomie ist eine tiefere Integration aller Phasen der Lieferkette – vom Abbau bis zur Endverarbeitung – erforderlich.
4. Fazit
Die USA ergreifen gezielte Maßnahmen, um ihre Abhängigkeit von China im Bereich der seltenen Erden zu verringern: strategische Reserven werden geschaffen, in ausländische Projekte investiert und internationale Vereinbarungen geschlossen. Dennoch machen erhebliche technologische Barrieren, die lange Entwicklungszeiten für Lagerstätten und Chinas starke Präsenz in der Verarbeitung den Weg zur vollständigen Unabhängigkeit lang und erfordern eine Koordination von staatlichen und privaten Sektoren über Jahrzehnte hinweg.
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