Die USA beschuldigen Valve, illegale Glücksspiele durch Lootboxen zu unterstützen.

Die USA beschuldigen Valve, illegale Glücksspiele durch Lootboxen zu unterstützen.

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Die New Yorker Staatsanwaltschaft reicht Klage gegen Valve ein

Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates New York – Letitia James – hat vor das Gericht von Manhattan geklagt und die Firma Valve, Entwickler von Spielen wie Counter‑Strike, Team Fortress und Dota 2, beschuldigt. Laut Reuters behauptet die Staatsanwaltschaft, dass die Mechanik der „Lootboxen“ (virtuelle Behälter mit zufälligen Gegenständen) die Verfassung des Staates sowie das Strafrecht verletzt, weil sie im Wesentlichen eine Glücksspielsituation darstellt, die zu Sucht führt.

Was genau beschuldigt wird
* Das Geschäftsmodell von Valve

Das Unternehmen verdient Milliarden von Dollar durch den Verkauf von Schlüsseln zum Öffnen von Lootboxen. Der Staatsanwalt sagt, der Prozess des Gewinnens von Belohnungen „kopiert absichtlich“ das Spiel von Spielautomaten: Spieler zahlen echtes Geld in der Hoffnung auf seltene Skins oder Waffen, erhalten aber häufig Gegenstände im Wert von nur wenigen Cent.

* Die Wirtschaft innerhalb von Steam

Gegenstände aus Lootboxen können auf dem internen Markt des Steam Community Market oder auf Drittplattformen weiterverkauft werden. Dies verstärkt die Ähnlichkeit einer Spielwirtschaft mit einem Casino.

Auswirkungen auf Minderjährige
James hebt ein besonderes Risiko für Kinder und Jugendliche hervor. Laut Statistiken des Massachusetts Department of Public Health erhöht sich das Risiko von Glücksspielproblemen bei Kindern unter 12 Jahren um das Vierfache im Vergleich zu Erwachsenen, die nie solche Spiele gespielt haben.

Anforderungen an Valve
* Entschädigung der betroffenen Spieler.

* Eine Geldstrafe in Höhe des Dreifachen der angeblich illegalen Einnahmen.

Valve, mit Sitz in Bellevue (Washington), hat bisher nicht auf Medienanfragen reagiert.

Kontext
Die Klage ist Teil eines breiteren Trends zur Regulierung der Spieleindustrie. Im Januar 2025 verhängte die US Federal Trade Commission eine Geldstrafe von 20 Mio. USD gegen das singapurische Unternehmen Cognosphere (HoYoverse) wegen irreführender Angaben zu den Gewinnwahrscheinlichkeiten in Genshin Impact. Die FTC verbot zudem den Verkauf von Lootboxen an Minderjährige unter 16 Jahren ohne elterliche Zustimmung, obwohl Cognosphere seine Schuld nicht zugibt.

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