Die Tesla 4680-Batterien zeigten schlechtere Leistungen als die Konkurrenz, trotz der Aussagen von Elon Musk über ihre Überlegenheit

Die Tesla 4680-Batterien zeigten schlechtere Leistungen als die Konkurrenz, trotz der Aussagen von Elon Musk über ihre Überlegenheit

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Probleme mit den Tesla 4680-Akkus: fünf Jahre Erfahrung und unerwartete Erkenntnisse

Im September 2020 stellte Elon Musk bei einer Investorenevent neue Batteriezellen der Größe 4680 vor. Nach seiner Aussage sollten sie fünfmal mehr Energie speichern, die Reichweite um 16 % erhöhen und leichter sein als die Standard‑2170-Zellen, die in Antriebskonfigurationen gleicher Kapazität verwendet werden. Doch nach fast fünf Jahren Arbeit mit diesen Zellen wurde klar: Die meisten behaupteten Vorteile wurden nicht bestätigt.

Was Musk sagte
Bei der Aktionärsversammlung von Tesla im vergangenen Jahr gestand Musk ein, dass die Entscheidung für die „trocken“ Elektrodenfertigung komplexer war als erwartet. Das führte zu Verzögerungen und zusätzlichen Kosten bei der Einführung der 4680-Zellen.

Vergleich mit Wettbewerbern
Leistungskennzahl 4680 (Tesla) Panasonic 2170 Energie­dichte 244 Wh/kg 269 Wh/kg Differenz –13 %
*Eine geringere Energiedichte führt zu einem schwereren Antriebskonfigurator bei gleicher Kapazität.*

Kapazität im Bau
- Tesla Model Y (Serie 8L): nominelle Kapazität 79 kWh → tatsächliche 74 kWh.
- LG 5M: 82–84 kWh.
Eine Differenz von 5 kWh kann die Reichweite erheblich verkürzen, besonders bei WLTP‑Zyklus.

Reichweite
Der Austausch des hinteren Antriebs von LG durch eine eigene Batterie aus 4680-Zellen im Model Y Premium Long Range reduziert die Reichweite um 8 % (auf 609 km). Das sind fast 52 km weniger, was selbst bei geschätzten Messungen auffällt.

Gewicht und Laden
- Die Gewichtsreduktion des Antriebskonfigurators in der europäischen Version von Model Y beträgt nur 18 kg, auf 447 kg.
- Bei Schnellladung überhitzen die 4680-Zellen schneller, wodurch die Ladegeschwindigkeit sinkt: Von 10 % bis 80 % dauert mehr als 40 Minuten, während ein vergleichbares Modell mit 2170-Zellen in 30 Minuten geladen wird.
- Nach Erreichen von 35 % Kapazität fällt die Ladeleistung unter 100 kW.

LFP‑Batterien
Günstigere LFP‑Batterien haben zwar eine geringere Kapazität, laden aber schneller als 4680-Zellen. Ab 2025 plant Tesla Batterien mit bis zu 250 kW einzusetzen, jedoch gibt es noch keine unabhängigen Tests.

Lieferungen und Nachfrage
Die Lieferanten von 4680-Zellen berichten über einen drastischen Rückgang der Rohstoffbeschaffung. Das liegt hauptsächlich an der geringen Popularität des Cybertruck (der Hauptverbraucher dieser Zellen) und dem fehlenden massiven Produktionswachstum. In Europa wird das Model Y nur mit einer einzigen Konfiguration auf Basis von 4680 ausgestattet, und Käufer erhalten oft Fahrzeuge mit geringerer Reichweite ohne vorherige Kenntnis über die zugewiesene Version.

Fazit
Fünf Jahre Arbeit mit Tesla 4680-Akkus haben gezeigt, dass:

1. Die Energiedichte niedriger ist als bei Panasonic 2170.
2. Die tatsächliche Kapazität im Bau ist geringer als angegeben.
3. Die Reichweite reduziert sich um 8–10 %.
4. Das Batterieweicht wird nur geringfügig verringert.
5. Das Laden ist langsamer wegen Überhitzung.

Damit haben Teslas eigene Zellen in den meisten Schlüsselparametern schlechter abgeschnitten als eingekaufte, was sowohl die Fahrzeugleistung als auch das Markenimage negativ beeinflusst.

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