Die Studie zeigte, dass Plug‑in‑Hybride deutlich mehr Kraftstoff verbrauchen als angegeben.
Kurz zum Ergebnis der Studie
Eine aktuelle Untersuchung des Fraunhofer-Instituts hat gezeigt, dass die angegebenen Kraftstoffverbrauchswerte bei plug‑in Hybriden (PHEV) deutlich höher liegen als die tatsächlichen Werte. Im Durchschnitt verbrauchen diese Fahrzeuge fast dreimal so viel Benzin/Diesel wie von den Regulierungsbehörden vorgeschrieben.
Was „reine“ Elektroautos sind und warum sie an Popularität verloren haben
- Vor fünf Jahren diskutierten Autoliebhaber aktiv die Vorteile vollständig elektrischer Fahrzeuge.
- Seitdem hat sich der Markt zugunsten von Hybridmodellen mit Aufladefunktion verschoben: Sie versprechen höhere Wirtschaftlichkeit, Benutzerfreundlichkeit und einen geringeren CO₂‑Fußabdruck.
Wie „auf dem Papier“ PHEV funktionieren
Electrek weist darauf hin, dass ein Fahrer bei regelmäßiger Batterieladung hauptsächlich:
1. Vorwiegend elektrisch fährt (für Kurzstrecken).
2. Den Verbrennungsmotor nur seltener und nur bei Bedarf nutzt.
Ergebnisse der tatsächlichen Messungen
Verbrauchsangabe | Angenommen (WLTP) | Tatsächlich | Unterschied | Durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch (voller Zyklus)
---|---|---|---|---
1,57 l/100 km | 6,12 l/100 km × 3,26 | Verbrauch bei gleichzeitiger Nutzung von Batterie und Verbrennungsmotor – 2,98 l/100 km (fast doppelt so hoch)
Die Studie umfasste 981 035 europäische Fahrzeuge.
Was bedeutet das für Käufer
- Günstige Hybride werden häufiger aus dem Netz geladen als teurere Modelle.
- Premium-Marken (Porsche, Ferrari, Bentley) nutzen fossile Brennstoffe in der Praxis fast genauso häufig wie günstigere Varianten.
Ergebnisse für Regulierungsbehörden
- In Europa liegen die tatsächlichen Verbrennungsmotorverbrauchswerte um 20 % über dem WLTP‑Standard.
- Für PHEV kann die Abweichung bis zu vierfach steigen.
- Das verschafft Automobilherstellern zusätzliche Vorteile, erfordert jedoch eine Überprüfung der Berechnungsmethoden.
Einige Experten schlagen einen verpflichtenden Ladeintervall vor: mindestens einmal alle 500 km Fahrstrecke.
Fazit
Plug‑in Hybride verbrauchen in der realen Nutzung deutlich mehr Kraftstoff als Hersteller und Regulierungsbehörden versprechen. Für eine genauere Bewertung ihrer Umweltleistung müssen die WLTP‑Standards aktualisiert und möglicherweise Anforderungen an regelmäßige Batterieladungen eingeführt werden.
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